JUGENDSCHUTZ: Jugendliche bei der Arbeit besonders geschützt

Junge Menschen unter 18 Jahren gelten als Jugendliche und sind bei der Arbeit besonders geschützt, ob sie nun im Ferienjob, im Berufswahlpraktikum, als Arbeitende oder als Lernende tätig sind.

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In den Ferien Geld zu verdienen ist für Jugendliche erlaubt – allerdings mit klaren Auflagen. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

In den Ferien Geld zu verdienen ist für Jugendliche erlaubt – allerdings mit klaren Auflagen. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Seit dem 1.Januar ist das Jugendschutzalter im Arbeitsgesetz dem zivilen Mündigkeitsalter von 18 Jahren angepasst.

Dem Schutz vor Gefahren wird nach wie vor grösstmögliche Beachtung geschenkt. Deshalb sind gefährliche Arbeiten (zum Beispiel mit hoher mechanischer Gefährdung, mit erheblicher Brand-, Explosions-, Unfall-, Erkrankungs- oder Vergiftungsgefahr) für Jugendliche grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind dann möglich, wenn sie für das Erreichen der Ziele der beruflichen Grundbildung unentbehrlich sind.

Welche Arbeiten als gefährliche eingestuft werden, ist in der Verordnung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) «über gefährliche Arbeiten für Jugendliche» festgehalten.

Ausnahmen sind gesetzlich geregelt
Neben den gefährlichen Arbeiten gilt für alle Jugendlichen das grundsätzliche Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit sowie das Bedienen von Gästen in Betrieben der Unterhaltung (wie Nachtlokalen, Diskotheken und Barbetrieben).

Sonderfälle sind in der Verordnung des EVD über die Ausnahmen vom Verbot von Nacht- und Sonntagsarbeit während der beruflichen Grundbildung geregelt. Aus der Schulpflicht entlassene Jugendliche unter 15 Jahren benötigen eine Bewilligung für den Einstieg in einen Lehrberuf oder in ein Förderprogramm.

Ferienjobs sind gesetzlich genau bestimmt
Schulpflichtige Jugendliche dürfen während der halben Dauer der Schulferien arbeiten. Leichte Arbeiten dürfen bereits von 13-Jährigen, maximal 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche zwischen 6 und 18 Uhr verrichtet werden. 15-Jährige dürfen etwas länger arbeiten, nämlich zwischen 6 und 20 Uhr, maximal 9 Stunden pro Tag und bis 50 Stunden pro Woche.

Ab 16 Jahren ist es zudem erlaubt, Gäste in Hotels, Restaurants und Cafés zu bedienen oder in Kinos, in Zirkus- und Schaustellerbetrieben mitzuhelfen. In Tourismusgeschäften darf sogar beschränkt am Sonntag gearbeitet werden. Die Einsätze können bis 22 Uhr ausgedehnt werden.

ana