JUGENDVERBÄNDE: Jungwacht und Blauring fusionieren

Zwei der grössten Jugendverbände der Schweiz fusionieren. Die Delegierten des Schweizerischen Blaurings und der Schweizerischen Jungwacht haben die Fusion der mehr als 75-jährigen Kinder- und Jugendverbände beschlossen.

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Impression aus dem Zeltlager der Jungwacht Hochdorf in Nottwil im Sommer 2007. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Impression aus dem Zeltlager der Jungwacht Hochdorf in Nottwil im Sommer 2007. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Die Schweizerische Jungwacht wurde 1932 für Knaben, der Schweizerische Blauring ein Jahr später für Mädchen gegründet. Bis anhin waren die beiden Jugendverbände auf Bundesebene aus rechtlicher Sicht zwei eigenständige Kinder- und Jugendverbände. Bereits seit den 1970er-Jahren pflegen die beiden Organisationen jedoch eine sehr enge Zusammenarbeit und führen auch eine gemeinsame Geschäftsstelle in Luzern.

Keine Änderungen für die Scharen
An der Bundesversammlung vom Wochenende in Luzern haben die Delegierten von Blauring und Jungwacht nun die Fusion der beiden Verbände rückwirkend per 1. Januar 2009 vollzogen. Der fusionierte Verband zählt rund 31'000 Mitglieder und trägt den Namen Jungwacht Blauring Schweiz. Für die bisherigen Mitglieder und Scharen auf regionaler und lokaler Ebene bringe die Fusion keine nennenswerten Änderungen mit sich, heisst es. Nach wie vor werde es in der Schweiz Blauring-Gruppen für Mädchen, Jungwacht-Gruppen für Knaben sowie gemischte Jubla-Gruppen geben.

Bereits während der mehrjährigen Planung der Fusion hätten sich die Delegierten auch mit Gender-Aspekten auseinander gesetzt und diesen in den neuen Statuten Platz eingeräumt. Denn der Verband Jungwacht Blauring solle auch in Zukunft nachhaltige und gendergerechte Kinder- und Jugendarbeit leisten, in der jedes einzelne Kind seine eigenen Fähigkeiten erleben und weiter entwickeln könne.

ap