Jugitag
Sie sind gesprintet, haben gelacht und gezielt

1000 Jugendliche konnten in Zell beim Jugitag wieder Wettkampfluft schnuppern. Der Wettkampf ging ohne Zuschauer und mit rigidem Schutzkonzept über die Bühne.

Theres Bühlmann
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Beim Spiel mit der Wasserspritze war Treffsicherheit gefragt.

Beim Spiel mit der Wasserspritze war Treffsicherheit gefragt.

Bild: Manuela Jans-Koch (Zell, 2. Mai 2021)

Endlich wieder den Wettkampfdress überziehen, endlich wieder Turnschuhe schnüren. Dass rund 1000 Jugendliche der Jahrgänge 2005 und jünger in Zeiten der Pandemie Turnfestatmosphäre geniessen konnten, dies machte der STV Zell gestern Sonntag möglich. Er zeichnete für den Jugitag des Turnverbandes Luzern, Ob-und Nidwalden verantwortlich. Das OK, von Irma Meier präsidiert, zeigte sich flexibel und nahm einen grossen Aufwand auf sich, um allen Beteiligten die grösste Sicherheit zu bieten.

So wurde ein Schutzkonzept entwickelt: Von der Ankunft beim Parkplatz über den Check-in mit Temperaturmessen bis zu den Starts und dem Check-out war alles minutiös geplant und aufgelistet. Auf eine Siegerehrung, normalerweise eine farbenfrohe und stimmungsvolle Angelegenheit, wurde verzichtet. Medaillen und Preise werden den Vereinen zugestellt. Auch keine Zuschauer, keine Bratwurstbude und kein Pommesstand, und Maskenpflicht für jene, die nicht im Wettkampf involviert waren. Gefragt waren auch wasserdichte Jacken und gutes Schuhwerk, denn das Wetter zeigte sich trüb und nass.

Dominosteine und Wasserspritzen

Trotz Wetterkapriolen und den pandemiebedingten Einschränkungen liessen sich die Teilnehmer die gute Laune nicht verderben. Auf den Anlagen rund um die Martinshalle wurde gesprintet, gelacht, gekämpft und gescherzt. In Dreier-, Vierer- oder Fünfer-Teams mussten sechs Disziplinen absolviert werden. Konzentration war beim Aufstellen von Dominosteinen gefragt, Treffsicherheit beim Spiel mit der Wasserspritze, und viel Teamwork bei jener Aufgabe, bei der die Gruppe an den Beinen mit Bändel aneinandergebunden durch einen Reifen steigen und auch eine Slalomstrecke zurücklegen musste.

Seilspringen, Balancieren oder Bälle durch Reifen werfen, waren ebenfalls Bestandteile der verschiedenen Disziplinen. Zur Austragung gelangte auch eine Stafette. Leiterinnen und Leiter feuerten ihre Equipen an: «Super, Marcel, weiter so», und die Teamkollegen spendeten Applaus: «Toll gemacht, Jana.» Überhaupt waren die Vereinsverantwortlichen gegenüber früheren Austragungen gestern stärker gefragt. Da galt es, die Gruppen beisammenzuhalten, um den Zeitplan einzuhalten oder darauf zu achten, dass Taschen und Rucksäcke nicht irgendwo liegen blieben. Die Vereine hielten sich mit grosser Disziplin an die Vorgaben.

Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: Der STV Reiden.
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Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: Jugi Ennetmoos
Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: STV Reiden
Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: Jugi Kerns
Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: Mädchenriege Entlebuch

Am Jugitag des STV Zell nahmen zirka 1000 Kinder und Jugendliche teil. Im Bild: Der STV Reiden.

Bilder: Manuela Jans-Koch (Zell, 2. Mai 2021)

Viele positive Rückmeldungen von Eltern

Mit dabei war auch der TV Grosswangen mit 70 Turnerinnen und Turnern. Sie habe im Vorfeld einiges Koordinieren müssen, sagte die Nachwuchs-Verantwortliche Fabienne Waldi​spühl. «Aber ich bin sehr froh, dass dieser Jugitag durchgeführt werden konnte. Es gab auch viele positive Rückmeldungen von den Eltern. Diese sind glücklich, dass die Kinder Gelegenheit bekamen, endlich wieder Wettkampffeeling zu erleben.»

Früh im Einsatz standen die Jugendlichen aus Zell. Die zwölfjährige Laura Zihlmann ist seit der 1. Klasse in der Jugi. Am besten gefiel ihr gestern die Disziplin mit den Dominosteinen, «weil diese am einfachsten war». Vom Wetter liess sie sich nicht gross beirren, «es gab halt nasse Socken», sagte die Schülerin der 6. Klasse. Auch ihre Vereinskameradin Michelle Loosli fand an den Dominosteinen den grössten Gefallen. Dann stand für das Duo die letzte Disziplin an: Der Fototermin, wo jede Gruppe abgelichtet wurde, bevor sich die Vereine wieder zu den Parkplätzen begaben. Ein letzter Blick zurück auf das Wettkampfgelände:

«Es war anders, aber trotzdem schön, und wir hatten es sehr gut»,

sagte eine Turnerin.

Hinweis: Die Resultate sind unter www.stvzell.ch zu finden.