Junge Mutter stirbt an Gasvergiftung

In Horw starb eine schwangere Mutter im Lager einer Holzpellet-Heizung. Die Gefahr wird offenbar unterschätzt.

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Holzpellets als Energieträger werden immer beliebter, bergen aber auch Gefahren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Holzpellets als Energieträger werden immer beliebter, bergen aber auch Gefahren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein tragisches Unglück ereignete sich in einer Horwer Neubausiedlung: Eine 28-jährige Mutter, schwanger mit ihrem zweiten Kind, wurde im Holzpellet-Lager der Wohnsiedlung am vergangenen Mittwochabend tot aufgefunden. Der Ehemann der Frau war für den Heizbetrieb der Siedlung verantwortlich. Wie die Luzerner Polizei auf Anfrage unserer Zeitung sagt, war die Todesursache eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Derzeit geht man von einem Unfall aus.

Warnung schon 2009

Offenbar wird die Gefahr, die von Pellet-Heizungen ausgehen kann, unterschätzt. Das Schweizerische Toxikologische Institut (Toxi) in Zürich hatte indes bereits 2009 nach einem Unfall gewarnt: Bei der Lagerung von Holzpellets könne – vergleichbar mit einer Gärung – das geruchslose, bei fehlender Lüftung tödliche Gas Kohlenmonoxid entstehen. Der grösste Schweizer Pellet-Hersteller dementierte damals: Bei guter Qualität der Pellets könne es gar nicht zur Gärung kommen.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.