JUNGE SVP: Schluss mit Hochdeutsch im Kindergarten

Die Schweizer Mundart dürfe nicht verdrängt werden. Die Junge SVP des Kantons Luzern legt darum mit dem Sammeln von Unterschriften los.

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Die JSVP Kanton Luzern, im Bild Präsident Anian Liebrand, will noch diese Woche mit dem Sammeln von Unterschriften beginnen.(Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ),

Die JSVP Kanton Luzern, im Bild Präsident Anian Liebrand, will noch diese Woche mit dem Sammeln von Unterschriften beginnen.(Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ),

Eine Volksinitiative im Hinblick auf das Luzerner Wahljahr 2011 hat die Junge SVP schon länger angekündigt. Das Thema war indes noch nicht definiert – bis jetzt: Heute werden die Jungpolitiker nämlich ihre geplante Initiative «Für Mundart im Kindergarten» der Öffentlichkeit vorstellen. Bereits Ende dieser Woche will die JSVP mit dem Sammeln von Unterschriften loslegen. Ziel: Das Hochdeutsch als Unterrichtssprache aus den Luzerner Kindergärten zu verbannen. Die Forderung steht in Einklang zum bildungspolitischen Positionspapier der SVP Schweiz. Kinder müssten im Kindergarten Mundart lernen, es dürfe nicht sein, dass Hochdeutsch und Früh-Englisch den Schweizer Dialekt verdrängen, so die Mutterpartei.

Überall in der Zentralschweiz
Die Luzerner Kindergarten-Lehrpersonen unterrichten wie überall in der Zentralschweiz während gewissen Lektionen in Schriftsprache. Die Kinder können – ganz wie es ihnen beliebt – auch in Dialekt antworten. Beim Luzerner Lehrerverband kann man die angekündigte JSVP-Initiative inhaltlich kaum nachvollziehen. Verbandspräsidentin Annamarie Bürkli betont, dass die Kinder das Hochdeutsche erfahrungsgemäss mit Freude erlernen würden und es zudem auch mit ihrem medialen Alltag in Einklang stehe. Die Luzerner Parteien nehmen – mit Ausnahme der Mutterpartei SVP – die Gegenposition zur JSVP ein. Das frühe Lernen des Hochdeutschen sei wertvoll für die Kinder.

Simone Hinnen/Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.