JUNGFILMFESTIVAL: Luzerner Filmpreis bleibt in der Zentralschweiz

Das Schweizer Jungfilmfestival Luzern ist heute Sonntag zu Ende gegangen: Den Hauptpreis gewinnt die Nidwald­nerin Thaïs Odermatt mit dem Dokumentarfilm «Nid hei cho».

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Sie gewannen den Nachwuchs­filmpreis: Die Luzerner Peter Girs­berger (links) und Scherwin Amini. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Sie gewannen den Nachwuchs­filmpreis: Die Luzerner Peter Girs­berger (links) und Scherwin Amini. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Mit der Preisverleihung erreichte das 8. Schweizer Jungfilmfestival Luzern am Samstagabend seinen Höhepunkt. Die Festivaljury mit Werner Schweizer (Regisseur und Film-Produzent), Martin Walder (ehemaliger Filmredaktor bei der NZZ am Sonntag) und Claudia Röthlin (Gewinnerin des letztjährigen Luzerner Filmpreises) überreichten insgesamt neun Preise, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten.

Den Hauptpreis (Förderbeitrag von 1500 Franken und einen Laptop) gewann die in Luzern wohnhafte Nidwaldnerin Thaïs Odermatt mit ihrem Dokumentarfilm «Nid hei cho». Der Film widmet sich der Thematik des Wilderns. Odermatt lädt die Zuschauer zu Beginn des 17-minütigen Werks ein, in eine Art Parallelwelt mit eigenen Gesetzen einzutauchen – oder besser aufzusteigen, denn auf der Leinwand wird dies in Form einer Gondelbahnfahrt über das Nebelmeer hinaus symbolisiert.

«Der Film wirft mit einer behutsamen Erzählweise mehr Fragen auf als er beantwortet und lebt von einer spannenden Unruhe», lobte die Festivaljury in ihrer Laudatio das Werk der 29-jährigen Filmemacherin, die an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern ihr Studium absolviert.

Den Luzerner Nachwuchsfilmpreis heimsten sich Peter Girsberger und Scherwin Amini aus Luzern mit dem Film «Reinfall» ein. «Ein viel versprechender Film, der bereits sehr professionell daherkommt», so die Festivaljury. Zu den weiteren Preisträgern zählten die originelle Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus «Zahn um Zahn» von Ivana Lalovic (2. Rang und Publikumspreis) und der atmosphärische Film «After Now» von Eric Andrea (3. Rang), der mit einer raffinierten Erzählweise verblüfft.

Die mit je 600 Franken dotierten Spezialpreise gingen an Matteo Gariglio mit «Fuori dal Gregge» (Beste dokumentarische Beobachtung), Matthias Günter mit «Der letzte Schnee» (Beste Schauspielführung), Judith Kurmann mit «Connie» (Beste Regie) und Sebastian Klinger mit «Brennender Stein» (Für Brennende Lust am Filmen).

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