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Jungmusikanten beweisen ihr Können in Eschenbach

1700 Jungmusikanten aus 46 Formationen haben sich am Samstag am Kantonalen Jugendmusikfest gemessen und einer Jury gestellt. Dafür sind einige um 3 Uhr morgens aufgestanden.
Monika van de Giessen
Voller Einsatz: Die Jugendmusik Sursee unter der Leitung von Kazuo Watanabe. (Bild: Pius Amrein (Eschenbach, 26. Mai 2018))

Voller Einsatz: Die Jugendmusik Sursee unter der Leitung von Kazuo Watanabe. (Bild: Pius Amrein (Eschenbach, 26. Mai 2018))

Der Kanton Luzern gilt gemeinhin als Hochburg der Blasmusik. Gestartet in die «Eschenbacher Festwochen» wurde am Freitag mit der Veteranenehrung. Am Samstag nun gehörte der Tag dem Nachwuchs. Das Jugendmusikfest, das immer eine Woche vor dem Luzerner Kantonal-Musiktag stattfindet, ist der wohl wichtigste Anlass im Jahr für Luzerner Jugendmusikvereine. Teilnahmeberechtigt sind alle Jugendmusiken des Luzerner Kantonal-Blasmusikverbandes, die Brass-Besetzung, Harmoniebesetzung oder als Bläserensembles spielen. Gastsektionen aus anderen Kantonen sind ebenfalls zugelassen. Die Altersbegrenzung bei Jungmusikanten ist auf 22 Jahre angesetzt. Nach unten ist das Alter frei.

Den wohl weitesten Anfahrtsweg hatte die Jugendmusik Glis. Die 40 Jugendlichen im Alter von 11 bis 22 Jahre stehen unter der musikalischen Leitung von Georges Martig. Unter ihnen der dreizehnjährige Noah Albrecht. Er erzählte, dass sie um 3 Uhr in der Früh in Brig-Glis abgefahren sind und um 7.30 Uhr in Eschenbach ankamen. Ob er denn vor seinem Auftritt nervös war? «Scho äs bitzi», erzählt der Trompeter in unverfälschtem Walliser Dialekt. Ihm gefällt das Fest mit Gleichgesinnten, wobei es dem Nachwuchsmusiker nicht unbedingt ums Gewinnen geht. «Klar, man braucht eine gute Einstellung und ein Ziel. Aber eigentlich mache ich all das aus Spass an der Musik», erklärt der Jungmusiker.

Literatur wird anspruchsvoller

Immer wieder hört man, vor allem von älteren Konzertbesuchern, dass die Blasmusikliteratur immer anspruchsvoller wird. Man möchte lieber Märsche, Walzer oder Polka hören. «Es braucht immer eine gute Mischung, und da gehört halt auch ein Marsch dazu», argumentiert Dirigent Martig.

Die Jugendmusik Sursee, unter der Leitung des Japaners Kazuo Watanabe überzeugte die Besucher derweil in all ihren drei Vorträgen. Luzia Tobler (18), die seit 2013 der Jugendmusik Sursee angehört, spielt Klarinette. «Ich bin ein Fan von Holzinstrumenten», sagt sie. Will sie am Jugendmusikfest um jeden Preis gewinnen, oder geht es ihr eher um ein Fest mit Gleichgesinnten? «Beides. Man misst sich und will sehen, wie gut man dasteht. Der Zusammenhalt stärkt», sagt die Klarinettistin. Wer ausgezeichnet werden möchte, muss sich einer Fachjury stellen. Drei Experten bewerten jeweils die Vorträge am Jugendmusikfest. Einer dieser Juroren ist Carlo Balmelli aus Arogno im Tessin. Er attestierte den Vorträgen ein gutes Niveau. Worauf legt der Fachmann speziell Wert? «Der musikalische Ausdruck und die Interpretation sind mir sehr wichtig. Der Funke muss springen», sagt der Tessiner.

Am kommenden zweiten Festwochenende gehts unter dem Festmotto «Musik bewegt» weiter: Rund 2100 aktive Musizierende in insgesamt 52 Formationen werden in Eschenbach zum Luzerner Kantonal-Musiktag erwartet. Erwartet werden rund 10 000 Besucher.

Hinweis: Ranglisten und weitere Infos: www.musiktag2018.ch

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