Rickenbach
Jungparteien für Windkraft-Projekt von Nationalrätin

Auf dem Stierenberg plant eine Gruppe um die Luzerner CVP-Nationalrätin Priska Wismer-Felder eine Windkraftanlage mit drei Windrädern. Fünf Luzerner Jungparteien sprechen sich für das Projekt aus.

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Das Windrad in der Rengg im Entlebuch.

Das Windrad in der Rengg im Entlebuch.

Bild: Manuela Jans-Koch (8. Januar 2021)

(dlw) Fünf Luzerner Jungparteien haben ihre Unterstützung für das Windenergie-Projekt auf dem Stierenberg in Rickenbach erklärt. Dazu gehören die Junge Mitte, die Jungen Grünen, die Juso, die Jungfreisinnigen sowie die Jungen Grünliberalen. In einer gemeinsamen Erklärung schreiben sie: «Die Luzerner Jungparteien freuen sich, dass man mit diesem Projekt einen weiteren Beitrag leisten könnte, um erneuerbaren Strom und insbesondere Winterstrom im Kanton Luzern herzustellen.»

Auf dem Stierenberg plant eine Gruppe um die Luzerner CVP-Nationalrätin Priska Wismer-Felder eine Windkraftanlage mit drei Windrädern. Damit sollen jährlich 20,7 Gigawattstunden Strom erzeugt werden, was dem Bedarf von rund 4600Haushalten entspricht. Priska Wismer-Felder hat sich auf Twitter zur Unterstützung der Jungparteien geäussert: «Es ist schön, wenn man so viele junge Menschen hinter sich weiss, welche die gleiche Vision der Energiezukunft teilen.»

Die Jungparteien halten in ihrer Mitteilung fest, dass sie nicht nur das Windenergie-Projekt unterstützen würden, sondern auch die kürzlich initiierte Kampagne «Wind-Positiv». Dahinter stehen drei junge Frauen aus Rickenbach, die sich ebenfalls für das Projekt auf dem Stierenberg einsetzen. «Wir blicken alle in dieselbe Zukunft. Unsere eigene Zukunft, die unserer Kinder und die deren Kinder. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, diese Zukunft in Angriff zu nehmen. Wir haben es in den Händen, die Region um den Stierenberg mit Windrädern nachhaltig zu gestalten», heisst es auf der Website des Projekts. Die drei Frauen rufen dazu auf, als Zeichen der Unterstützung ein kleines Windrad im Garten aufzustellen.

Es gibt auch Gegenwind

Die Windkraftanlage auf dem Stierenberg stösst allerdings nicht nur auf Gegenliebe. Im Herbst wurde in Rickenbach eine Gemeindeinitiative gegen das Projekt eingereicht. Die Initiative will in der Ortsplanung festschreiben, dass Bauten wie Windräder auf dem Stierenberg zonenplanerisch gar nicht mehr möglich sind. Initianten sind Anwohner aus dem Rickenbacher Ortsteil Mullwil, welche direkte Auswirkungen der Anlagen befürchten.