JUSTIZ: Bedingte Freiheitsstrafe für 24-Jährigen nach Vergewaltigung

Ein junger Mann ist im Kanton Luzern wegen Vergewaltigung seiner minderjährigen Freundin zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt worden. Laut dem Kriminalgericht vergewaltigte er im Alter von 20 das 15-jährige Mädchen. Diesem muss er über 6000 Franken Genugtuung zahlen.

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Der Eingang des Kriminalgerichtes in Luzern. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Der Eingang des Kriminalgerichtes in Luzern. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Die Staatsanwaltschaft warf dem heute 24-Jährigen aus Bosnien und Herzegowina vor, 2012 seine damalige Freundin in der Wohnung seiner Eltern in der Region Luzern bei zwei Besuchen vergewaltigt und genötigt zu haben. Laut Darstellung der Anklage schloss er jeweils die Zimmertüre und zwang das Mädchen nach Küssen und Intimitäten zum Sex, obwohl sie sich dagegen gewehrt hatte.

Im Zimmer des Mannes fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung zudem ein verbotenes Schmetterlingsmesser. Dieses hatte er aus seiner Heimat in die Schweiz eingeführt.

Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Urteil hervorgeht, befand ihn das Kriminalgericht wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, mehrfacher sexueller Handlung mit einem Kind und Verstosses gegen das Waffengesetz für schuldig. Laut dem Urteil muss er neben der Genugtuung für das Opfer gut 9100 Franken Verfahrenskosten zahlen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte hatte die Vorwürfe teils bestritten. Die Staatsanwaltschaft plädierte für eine um zwei Monate höhere Strafe als in dem vom Gericht verhängten Urteil.

(sda)