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JUSTIZ: Luzerner Kriminalgericht verurteilt rückfälligen Kokainhändler zu Freiheitsstrafe

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 44-jährigen Mann der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen, weil er Kokain verkauft hatte. Es sprach gegen den Wiederholungstäter, der auf Bewährung auf freiem Fuss war, eine Freiheitsstrafe von vier Jahren aus.
Kokain ist in Luzern beliebt. Hier werden pro 1000 Einwohner und Tag bis zu 1,8 Gramm Kokain konsumiert. (Symbolbild Archiv / Neue LZ)

Kokain ist in Luzern beliebt. Hier werden pro 1000 Einwohner und Tag bis zu 1,8 Gramm Kokain konsumiert. (Symbolbild Archiv / Neue LZ)

Gemäss des am Montag veröffentlichten Urteils sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Nigerianer 2015 in seiner Wohnung in einer Vorortsgemeinde einem Schweizer während eines halben Jahres fast 290 Gramm Kokaingemisch verkauft hat.

Die Berufung gegen das begründete Urteil ist angemeldet. Der Beschuldigte bestritt die Tat. Überführt worden war er durch die Videoüberwachung vor der Haustür sowie durch die Aussagen des Schweizer Abnehmers.

Der Beschuldigte war bereits 2011 wegen Kokainhandels zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. 2014 wurde er vorzeitig entlassen. Eine Reststrafe von 28 Monaten blieb bei einer Probezeit von zwei Jahren ausstehend. Da der Beschuldigte HIV-positiv und nierenkrank war, wurde er nicht weggewiesen, sondern vorläufig aufgenommen.

Der vorgeworfene Kokainhandel von 2015 geschah wenige Monate nach der vorzeitigen Entlassung und fiel somit noch in die Probezeit. Der Strafvollzug habe offenbar nicht die geringste abschreckende Wirkung gezeigt, schreibt das Kriminalgericht. Der Beschuldigte sei uneinsichtig und unverbesserlich. Er sei vom Sozialamt unterstützt worden und habe ohne finanzielle Not gehandelt.

Für den Kokainhandel von 2015 legte das Kriminalgericht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren fest. Da die 2014 gewährte vorzeitige und bedingte Entlassung aufgehoben wurde, sprach es eine Gesamtstrafe von vier Jahren aus. Dies hatte auch die Staatsanwaltschaft gefordert. Ferner muss der Beschuldigte eine Busse von 200 Franken und Verfahrenskosten von über 8500 Franken zahlen. (sda)

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