JUSTIZ: Oberstaatsanwalt will wieder kurze Freiheitsstrafen

Der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri will Geldstrafen nur noch unbedingt aussprechen – und befürwortet kurze Freiheitsstrafen.

Alexander von Däniken
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Daniel Burri, Oberstaatsanwalt Luzern: «Den Vorwurf der 'Kuscheljustiz' weise ich zurück». (Archivbild Nadia Schärli)

Daniel Burri, Oberstaatsanwalt Luzern: «Den Vorwurf der 'Kuscheljustiz' weise ich zurück». (Archivbild Nadia Schärli)

Der Begriff Kuscheljustiz taucht immer wieder auf. Auch nach den Krawallen im Rahmen des Fussballspiels gegen den FC Zürich in Luzern taucht die Frage auf, ob die Chaoten – wenn sie denn gefasst werden – mit Samthandschuhen angefasst werden. Dem widerspricht der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri im Interview mit unserer Zeitung vehement.

Sechs Monate Haft statt Geldstrafe

Burri befürwortet zwei Massnahmen, die der Bundesrat plant: Geldstrafen sollen künftig nur noch unbedingt ausgesprochen werden, also zwingend bezahlt werden. Und kurze Freiheitsstrafen für die Dauer von maximal sechs Monaten sollen nach deren Aufhebung 2007 wieder eingeführt werden. «Insbesondere könnten wir damit gewisse Straftäter, zum Beispiel Kriminaltouristen, besser vor weiterer Delinquenz abhalten als mit Geldstrafen», so Burri.

Das Interview mit Daniel Burri lesen Sie am 18. September in der Neuen LZ und im E-Paper.