KALTBACH: Ein Dorf ohne Läden – und bald auch ohne Bus?

Bald soll der Rufbus nach Kaltbach eingestellt werden. Die Bewohner wehren sich nun gegen diese Kürzung mit einer Petition.

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Die Einwohner von Kaltbach (rot eingekreist) wollen, dass weiterhin ein Bus zu ihnen fährt. (Karte mapsearch.ch)

Die Einwohner von Kaltbach (rot eingekreist) wollen, dass weiterhin ein Bus zu ihnen fährt. (Karte mapsearch.ch)

Ab 19. Dezember wird der Publicar nach Kaltbach eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt wäre der Dorfteil von Mauensee ganz vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten, heisst es in einer Mitteilung von betroffenen Bewohnern. Von 230 Einwohnern haben nun 120 – also mehr als die Hälfte – eine Petition unterschrieben. Darin fordern sie die Kantonsregierung auf, sich für eine Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr nach Kaltbach einzusetzen.

  • Die Bewohner machen mehrere Gründe für die Verlängerung des Rufbus-Angebotes geltend. So werde Klimaschutz immer wichtiger und daher könne ein Ort nicht vollständig vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten werden.  
  • Es gibt in Kaltbach keine Einkaufsmöglichkeit und keine Post oder ähnliches. Ältere Menschen seien daher besonders auf ein öffentliches Verkehrsmittel angewiesen.  
  • Ab der Oberstufe müssen die Schüler aus Kaltbach nach Sursee in die Schule. Ohne Bus müssen sie mit dem Fahrrad die enge Strasse in Kaltbach und St. Erhard benützen. Auch im Winter, wenn Schnee liegt.

Die Bewohner warten nun auf die Antwort der Kantonsregierung.

ana