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Aktion mit Kameras und Radargeräten verunsichert Luzerner Autofahrer

Mit bis zu 110 Kameras und 24 Radargeräten liess der Kanton in den vergangenen Tagen die Verkehrsströme messen. Die dabei erfassten Autofahrer - auch die fehlbaren - haben aber nichts zu befürchten.
Thomas Heer
Solche Kameras standen in den vergangenen zwei Wochen im Kanton Luzern im Einsatz. (Bild: PD)

Solche Kameras standen in den vergangenen zwei Wochen im Kanton Luzern im Einsatz. (Bild: PD)

Vergangene Woche, entlang des Streckenabschnitts der Hauptstrasse Inwil–Gisikon auf der Höhe von Ober Pfaffwil, bot sich den Passanten unter anderem folgender Anblick: Direkt am Strassenrand, an einem Pfosten, der die Wanderwege der näheren Umgebung ausschildert, ist eine Kamera montiert. Die Nummer des technischen Gerätes ist mit 14-101 gekennzeichnet. Eine 0800-Telefonnummer ist ebenfalls abzulesen sowie der Name Swisstraffic. Das ist jene Berner Firma, der diese Installation gehört.

Auf dem Asphalt am unteren Ende des Pfostens ist zudem ein schwarzer Kasten auszumachen. «Hochspannung» und «Lebensgefahr» steht darauf geschrieben. In der Box befinden sich die Akkus und das Steuergerät für die Kamera, wie im Nachhinein in Erfahrung zu bringen ist. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite findet sich eine zweite solche Einrichtung von identischer Ausstattung. Die Nachfrage bei einer Anwohnerin im Weiler Ober Pfaffwil, was es mit diesen Kamera auf sich hat, bringt keine Klärung. Nur so viel: «Das haben wir uns auch schon gefragt», antwortet die Frau.

Autokennzeichen werden anonymisiert

Verschiedene Anrufe von Automobilisten in die Redaktion während der vergangenen Tage deuten darauf hin: Die Kameras, die nicht nur in Ober Pfaffwil sondern auch in anderen Gebieten des Kantons Luzern zu sehen waren, verunsicherten viele Verkehrsteilnehmer. An dieser Stelle kann aber entwarnt werden: Die Installation dieser technischen Geräte wird in keinem Fall dazu führen, dass bei irgendjemandem ein Bussbescheid ins Haus flattert oder gar die Staatsanwaltschaft aktiv wird. Die Kameras dienten einzig dazu, die Verkehrsmengen, die Knotenströme und die «Von/nach-Beziehungen im Messperimeter» zu erfassen, wie Beat Hofstetter, Abteilungsleiter Planung Strassen bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, schreibt.

Zurück zur Datensicherheit: Die von Swisstraffic eingesetzte Technik macht es möglich, dass die gefilmten Nummernschilder sofort nach der Aufnahme anonymisiert werden. Es lassen sich also keinerlei Rückschlüsse ziehen, wer, wann welchen Ort passierte. Bei der Auswertung der Daten wird der Kanton nur mit diesen maskierten Informationen arbeiten. Ist der Prozess abgeschlossen, wird das Material gelöscht.

Projekt kostet über 100 000 Franken

Die Messungen, die am 7. Oktober abgeschlossen wurden und insgesamt zwei Wochen dauerten, deckten das Gebiet Seetal bei den Dörfern Aesch und Mosen sowie den erweiterten Raum Buchrain, Ebikon und Emmen ab. Die Messstellen befanden sich an Kreuzungen und bei Kreiseln sowie auf offener Strecke. Letzteres betraf in erster Linie die Kantons- vereinzelt aber auch Gemeindestrassen. Für die gesamte Untersuchung wendet der Kanton gemäss Beat Hofstetter insgesamt 120 000 Franken auf. Gemäss Hofstetter stellen die Resultate der Verkehrserhebung die Grundlage für die Bearbeitung von diversen Kantonsstrassenprojekten dar.

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