KAMPAGNE: Luzern will Depression gezielt bekämpfen

Nach Schätzungen sind 11'000 Luzerner stark depressiv. Der Kanton will ihnen jetzt besser helfen.

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Ein Sechstel der Luzerner leiden an depressiven Störungen (gestellte Szene). (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Ein Sechstel der Luzerner leiden an depressiven Störungen (gestellte Szene). (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

11'000 Personen im Kanton Luzern leiden an schweren depressiven Symptomen, 54'000 weitere an leichten Symptomen. So lauten Schätzungen, die auf der landesweiten Gesundheitsbefragung von 2002 basieren.

Längst nicht alle Betroffenen werden angemessen behandelt. «Viele Menschen suchen keine Hilfe, obwohl sie es aufgrund ihrer Symptome tun sollten», stellte gestern der Luzerner Gesundheitsdirektor Markus Dürr fest. Und: «Psychische Erkrankungen werden häufig nicht erkannt oder falsch diagnostiziert.»

Bündnis aller Fachleute
Das soll sich nun ändern. Dürr rief in Luzern das «Bündnis gegen Depression» ins Leben. Die europaweit (und in den Kantonen Zug und Bern) erprobte Präventionskampagne soll die involvierten Berufskreise besser vernetzen und die Behandlungsqualität steigern.

Die Kosten, die aus depressiven Störungen entstehen, sind enorm. Von den 3000 Neuanmeldungen, welche die Invalidenversicherung im Kanton Luzern jährlich zählt, erfolgen 40 Prozent wegen psychischer Probleme.

Andreas Töns

HINWEIS
Demnächst mehr auf www.luzerner-buendnis.lu.ch .

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.