KAMPFJET-OFFERTE: Schweden lockt mit Kauf von Pilatus-Fliegern

Die Schweiz kauft 22 Gripen, die Schweden kaufen 50 Pilatus-Trainingsflugzeuge. Mit diesem Geschäft will die Firma Saab den Kampfjet-Wettbewerb gewinnen.

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Eine Pilatus PC-21 auf dem Rollfeld des Flugplatzes Buochs. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Eine Pilatus PC-21 auf dem Rollfeld des Flugplatzes Buochs. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Recherchen von «10vor10» zeigen: Der schwedische Flugzeughersteller Saab bietet der Schweiz einen verlockenden Deal an. Die Schweden wollen ihre veraltete Trainingsflotte mit dem Innerschweizer Pilatus PC-21 ersetzen, wie es in einer Vorabmeldung der Nachrichtensendung heisst.

1 Milliarde Franken wert
Diese Recherchen bestätigt der Chefredaktor des renommierten Flieger-Magazins «Cockpit», Max Ungricht, gegenüber «10vor10»: «Die Vögel pfeifen es vor allem in Schweden von den Dächern, dass das Angebot von Saab ungefähr 50 PC-21 umfassen wird. Das wäre ein Betrag von zirka 1 Milliarde Franken.» Saab wollte keine Stellung nehmen. Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk teilte «10vor10» schriftlich mit: «Ich kenne die Details der Offerte nicht, aber ich kann bestätigen, dass Pilatus seit längerem mit Schweden wegen dem Verkauf des PC-21 Gespräche führt.» Der Kommandant der Schwedischen Luftwaffe ist letzten Freitag persönlich einen PC-21 geflogen und die Schweizer Pilotenausbildung habe ihn «sehr überzeugt», lässt der Kommandant mitteilen.

Nicht nur Stans soll profitieren
Kritik am Deal übt SVP-Nationalrat und Sicherheitspolitiker Roland Borer: Es gehe nicht an, dass nur die Innerschweiz von den Gegengeschäften profitiere. Sowohl die deutschen wie auch die französischen Flugzeughersteller betonen, auch sie würden eine sehr breite Palette von attraktiven Gegengeschäften anbieten.

Am Freitag läuft die Frist für die Offerten-Eingabe ab.

scd