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Kampfwahl in Schongau: Drei Kandidaten, ein Sitz

Nach einem Streit mit dem Kanton ist der Schongauer Sozialvorsteher zurückgetreten. Seine Nachfolge wird am 25. November bestimmt. Neben zwei Parteilosen kandidiert auch die CVP wieder – und will ihren Sitz verteidigen.
Niels Jost

In Schongau kommt es am 25. November zum 2. Wahlgang für den seit Ende Mai vakanten Sitz des Sozialvorstehers. Der frühere Amtsinhaber Herbert Stutz (CVP) hat wegen eines Asyl-Streits mit dem Kanton den Hut genommen.

Hatte beim 1. Wahlgang am meisten Stimmen geholt: die parteilose Melanie Casanova (44). (Bild: PD)

Hatte beim 1. Wahlgang am meisten Stimmen geholt: die parteilose Melanie Casanova (44). (Bild: PD)

Am meisten punkten konnte beim 1. Wahlgang die parteilose Melanie Casanova (44). Das Resultat und den Zuspruch, den sie von vielen Seiten erhalten habe, motivieren die Hauswirtschaftsleiterin nach wie vor «sehr» für das Amt. Sie sei von Natur aus eine Person, die anpackt und mithilft, sagt Casanova, die in einem Hotel gross wurde. So engagiert sie sich etwa bei Schul- und anderen Dorfanlässen und sitzt seit zwei Jahren in der Bildungskommission. «Dort habe ich gelernt, in einem Gremium gemeinsam Entscheidungen zu fällen, die nicht immer im eigenen Interesse sind, ich aber trotzdem dahinter stehen kann», sagt Casanova, die verheiratet ist und drei Kinder im schulpflichtigen Alter hat.

Eine konkrete Idee, was sie als Sozialvorsteherin angehen würde, hat sie bereits: «Womöglich eine wöchentliche Sprechstunde einführen. Damit könnte man gewisse Anliegen direkt klären. Somit müssten die Betroffenen nicht extra nach Hochdorf zur Kesb oder zum Sozialberatungszentrum gehen.»

CVP will Sitz verteidigen

Holte beim 1. Wahlgang am zweitmeisten Stimmen: CVP-Kandidatin Renate Stutz (48). (Bild: PD)

Holte beim 1. Wahlgang am zweitmeisten Stimmen: CVP-Kandidatin Renate Stutz (48). (Bild: PD)

Erneut antreten wird auch Renate Stutz (48), die am zweitmeisten Stimmen holte. Stutz will den CVP-Sitz verteidigen. Erfahrungen im Bereich Soziales hat die verheiratete kaufmännische Angestellte und Mutter zweier schulpflichtiger Kinder bereits: So engagierte sie sich in den vergangenen zwei Jahren in der freiwilligen Integrationsarbeit und Betreuung von Asylanten. Zudem wirkt Stutz im Kreativverein und im Frauenverein mit.

Als Sozialvorsteherin wüsste sie, wo ansetzen: «Wichtig ist es, auf die Bürger und Institutionen zuzugehen, persönlichen Kontakt zu schaffen, zuzuhören und gemeinsam einen Weg zu suchen», sagt Stutz und fügt an: «In Schongau sind Sozialhilfefälle nicht sehr häufig. Umso wichtiger ist es, die Einzelfälle genau zu beurteilen. In speziellen Fällen darf die Gemeinde auch mal etwas mutiger sein, auch wenn dies einen gewissen Mehraufwand bedeutet.» Zudem sei wichtig, dass die Gemeinde im Hitzkirchertal genügend Plätze in Alters- und Pflegeheimen zur Verfügung stellt. «Damit unsere älteren Mitmenschen auch in Zukunft nicht in weiter abgelegene Heime gehen müssen.»

«Kann mit unangenehmen Situationen umgehen»

Musste sich bei der Wahl im September mit dem dritten Platz begnügen: der parteilose Patrick Adler (46). (Bild: PD)

Musste sich bei der Wahl im September mit dem dritten Platz begnügen: der parteilose Patrick Adler (46). (Bild: PD)

Auch der parteilose Patrick Adler tritt erneut an. Der 46-Jährige ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt seit sechs Jahren in Schongau. «Ich würde eine unverblümte Sicht von aussen in den Gemeinderat bringen.» Als Präsident des Vereins «Kreaktivwerkstatt» habe er mehrere Projekte wie den Barfussweg mitrealisiert oder habe Anliegen aus der Bevölkerung umgesetzt, etwa die Wiederbelebung des 1. August-Brunchs.

Adler war früher Braumeister in Grossbrauereien, hat einen Hochschulabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit als Lebensmittelingenieur. «Ich bin es gewohnt, Budgets zu machen und diese auch einzuhalten.» Und: «Meine berufliche Erfahrung und soziale Engagements haben mich gelehrt, wie man auch mit unangenehmen Situationen umgehen kann. Das A und O ist dabei eine gute Koordination und persönliche Kommunikation mit den Betroffenen – dann entstehen pragmatische Lösungen.» Als Sozialvorsteher würde er sich über die Gemeindegrenzen hinaus vernetzen, um gemeinsame Synergien zu finden, den Auftrag des Kantons umzusetzen und Verantwortung wahrzunehmen.

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