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In Schötz gibt es eine Kampfwahl ums Gemeindepräsidium

Am 19. Mai wählt das Schötzer Stimmvolk, wer die Nachfolge des Gemeindepräsidenten Andreas Bühler (CVP) antritt. Dieser gibt das Amt per Ende Juni ab. Trotz unterschiedlichem Hintergrund der Kandidaten– ihre Anliegen ähneln sich.
Martina Odermatt
Regula Lötscher (CVP) und Johann Häfliger-Pericin wollen das Gemeindepräsidium in Schötz. Bilder: PD

Regula Lötscher (CVP) und Johann Häfliger-Pericin wollen das Gemeindepräsidium in Schötz. Bilder: PD

Am 19. Mai wählen die Schötzer ihren neuen Gemeindepräsidenten oder ihre neue Gemeindepräsidentin – denn es könnte sein, dass eine Frau auf Andreas Bühler (CVP) folgt. Dieser gibt das Amt per Ende Juni aus zeitlichen Gründen ab. Bühler war seit dem 1. September 2016 Gemeindepräsident von Schötz. Für seine Nachfolge stehen zwei Kandidaten in den Startlöchern: Johann Häfliger (57) und Regula Lötscher (44).

Mit der CVP-Frau könnte die Partei ihren Sitz im Gemeindepräsidium halten. Ihre Chancen sieht die Schötzerin denn auch intakt: «Ich schaue zuversichtlich auf den 19. Mai 2019. Ich erhoffe und wünsche mir, dass möglichst viele Schötzerinnen und Schötzer wählen gehen», sagt Lötscher, die von allen drei Ortsparteien unterstützt wird. Sie freut sich auf einen fairen Wahlkampf.

Die Bankfachfrau und Finanzplanerin ist seit drei Jahren Mitglied in der Schulpflege Schötz. Das hat ihr Interesse am Amt der Gemeindepräsidentin zusätzlich geweckt.

«Ich habe festgestellt, dass man mit Einsatz und Wille viel bewegen kann. Deshalb strebe ich das Amt als Gemeindepräsidentin von Schötz an», sagt die Mutter von drei schulpflichtigen Kindern.

Wichtig ist Lötscher vor allem das Dorfleben. «Ich bin hier aufgewachsen und habe mich immer am Dorfleben beteiligt. Ausserdem möchte ich auch die jüngere Generation für das Mitmachen in der Dorfpolitik motivieren und ins Boot holen», sagt Lötscher.

Es sei das Miteinander, das ihr dabei besonders wichtig sei – etwa bei den zahlreichen Vereinen im Dorf. Bei einigen ist auch ihre Familie aktiv.

Doch Lötscher hat noch andere Anliegen. Dass die Schule eines davon ist, verwundert bei der Schulpflegerin wenig. «Wir benötigen mehr Schulräumlichkeiten.» Auch ist die stark befahrene Kantonsstrasse ein Thema.

Integrierte Teamplayerin

Regula Lötscher bezeichnet sich als Teamplayerin.

«Kollegialität halte ich hoch. Sei dies im privaten, beruflichen wie amtlichen Umfeld».

Lötscher ist im Dorf gut vernetzt, bei den jungen Familien bis zur älteren Generation. All dies sieht sie als Chance im Wahlkampf um den Einzug in den Gemeinderat.

Das Zeug zur Präsidentin habe sie, weil sie «im Fach sattelfest» sei und durch die Mitarbeit in der Schulpflege wisse, «wie man in einem Kollegium arbeitet».

Ihr Mitstreiter ist der parteilose Johann Häfliger-Pericin. Der 57-jährige gelernte Notar und Gemeindeschreiber arbeitet als selbstständiger Dienstleister für öffentliche Verwaltungen sowie daneben als Haus- und Familienmann. Er ist in Schötz aufgewachsen, danach weggezogen und vor acht Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.

In der Freizeit beschäftigt sich Häfliger etwa mit der Geschichte von Schötz. Dabei leitete ihn die Frage, ob in Schötz mal irische Mönche (Scotti) gelebt hatten – in früheren Aufzeichnungen wurde das Dorf nämlich als «Scothis» bezeichnet. «Die Resultate werden positive Impulse für die Zukunftsformung der Gemeinde haben», sagt Häfliger. Diese Leidenschaft hat ihn auch dazu bewogen, für das Amt des Gemeindepräsidenten zu kandidieren.

Der Vater einer schulpflichtigen Tochter hat noch eine andere Motivation:

«Ich möchte in der Exekutive die Gegenwart und die Zukunft von Schötz mitgestalten. Durch meine Kandidatur hat das Stimmvolk eine Wahl. Es ist wichtig, dass das Volk den Gemeindepräsidenten wählen kann.»

Dass er ohne Partei im Rücken antritt, sieht er nicht zwingend als Nachteil. Bei ihm stünden Standortentwicklungsthemen im Vordergrund. Als Überparteilicher mit liberalem Hintergrund sieht er sich vornehmlich der Gemeinde Schötz verpflichtet.

Seine Vorteile liegen laut Häfliger einerseits in seinem beruflichen Erfahrungsschatz in der öffentlichen Verwaltung und in seinem breiten Wissen. «Ich kann das Amt professionell angehen», sagt er. Andererseits könne er gut Leute zusammenbringen, schwierige Themen anpacken und vorantreiben sowie Vertrauen schaffen.

Gemeinde als Gemeinschaft im Mittelpunkt

Apropos Themen angehen: Als Gemeindepräsident möchte sich Häfliger für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung von Schötz einsetzen. «Die Verkehrsanbindung für den öffentlichen sowie den motorisierten Individualverkehr ist wichtig.» Erfahrung damit hat er bereits: Er hat die Machbarkeitsstudie der Wiggertalbahn initiiert. Zudem möchte er den Dorfkern aufwerten und beleben, die gute Schule erhalten und Vereine stärken.

«Die Interessen der Gemeinde und der Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt.»

Welchen Kandidaten oder welche Kandidatin sich die Stimmbürger als Gemeindepräsident wünschen, wird sich am 19. Mai zeigen.

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