KANDIDATUR: Winter-Universiade in Luzern?

Luzern nimmt erneut einen Anlauf, Winterspiele durchzuführen. Abhängig macht der Kanton Luzern sein Engagement von einer finanziellen Beteiligung des Bundes.

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Ob im Stadion des FC Luzern Wettkämpfe ausgetragen, ist noch unklar. Das Bild stammt von der Bewerbung für die Olympischen Jugendspiele 2020. Luzern unterlag allerdings Lausanne. (Bild: Visualisierung PD)

Ob im Stadion des FC Luzern Wettkämpfe ausgetragen, ist noch unklar. Das Bild stammt von der Bewerbung für die Olympischen Jugendspiele 2020. Luzern unterlag allerdings Lausanne. (Bild: Visualisierung PD)

Bei der Winteruniversiade, die im Jahr 2021 im Raum Luzern und Zentralschweiz durchgeführt werden soll, handelt es sich um die Weltsportspiele der Studenten mit 2000 Teilnehmern. Begleitet werden die Athleten von rund 800 Betreuern, bis zu 200 Medienvertreter und 2000 freiwilligen Helfern. Damit ist die Winteruniversiade der zweitgrösste Wintersport-Event überhaupt. Der Anlass findet alle zwei Jahre statt und umfasst die Disziplinen Ski Alpin, Ski Nordisch, Eiskunstlauf, Eishockey, Shorttrack, Biathlon, Snowboard und Curling.

Der Luzerner Regierungsrat steht der Idee einer Kandidatur Luzerns und der Zentralschweiz als Austragungsort grundsätzlich positiv gegenüber. «Dieser Anlass ist sportlich und betreffend Wertschöpfung sehr interessant», wird Regierungsrat Guido Graf in einer Mitteilung der Staatskanzlei zitiert. «Die Zentralschweizer Kantone, der Hochschulstandort Luzern und die Tourismusdestination könnten von der Winteruniversiade nur profitieren.» Vor allem in Asien geniesse die Universiade eine hohe Beachtung.

Hilfe vom Bund

Die Initianten rechnen mit Kosten von 24 Millionen Franken. Damit der Kanton Luzern das Projekt weiterverfolgt, muss der Bund Geld sprechen. Ein erster Informationsaustausch habe stattgefunden. Der Kanton Luzern treffe weitere Abklärungen erst, wenn der Bund seine Unterstützung definitiv zugesichert habe.

Antreiber hinter der Idee ist der Schweizer Hochschulsport-Verband. Als Grundlage dient das Dossier für die Olympischen Jugendspiele 2020. Für die Austragung dieser Spiele hatte sich die Zentralschweiz vergeblich beworben. Im August 2013 entschied der Exektivrat von Swiss Olympic, dass Lausanne und nicht Luzern ins Rennen um eine Austragung steigt.

Einzelne Mitglieder des Organisationskomitees haben sich bereit erklärt, die Arbeiten zur Vorbereitung einer Winteruniversiade weiterzuführen. Die dafür notwendigen Sportanlagen seien weitgehend vorhanden, sagt Leonz Eder, Geschäftsführer des Hochschulsport-Verbandes.

pd/rem