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KANTON: Abstimmungsauswertung: Das sind die Luzerner Pol-Gemeinden

Initiativen haben in Fischbach und Schwarzenberg oft grosse Chancen, bei Behördenvorlagen sind die beiden Gemeinden besonders kritisch. In einem anderen Vergleich haben sie noch Luft nach oben.
Christian Glaus
Viele Dierikoner wollen weder Billag-Gebühren, noch Bundessteuern zahlen. (Bild: Pius Amrein (8. August 2016))

Viele Dierikoner wollen weder Billag-Gebühren, noch Bundessteuern zahlen. (Bild: Pius Amrein (8. August 2016))

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Ebikon ist stolz darauf, Durchschnitt zu sein. 2014 brüstete sich die Gemeinde mit dem Ergebnis einer ETH-Studie, wonach die Schweizer Bevölkerung genau so abstimmt wie die Ebikoner. Doch wer will schon Durchschnitt sein?

Spannender wird es in Fischbach, Dierikon und Schwarzenberg. Es sind quasi die Pol-Gemeinden im Kanton Luzern. Dies zeigte sich auch am Sonntag bei der Abstimmung über die «No Billag»-Initiative und die Finanzordnung des Bundes. Überdurchschnittlich viele Dierikoner (39,5 Prozent), Fischbacher (39,4 Prozent) und Schwarzenberger (34,1) stimmten für die Initiative, welche die Radio- und TV-Gebühren abschaffen wollte. Kantonsweit waren 28,4 Prozent dafür. Hingegen stimmten unterdurchschnittlich wenige aus den drei genannten Gemeinden für die Finanzordnung des Bundes, welche die Grundlage dafür ist, dass der Bund Steuern einziehen darf.

Purer Zufall? Mitnichten. Das 700-Seelen-Dorf Fischbach erlangte mit dem Widerstand gegen ein vom Kanton geplantes Asylzentrum national Bekanntheit. Betrachtet man die Abstimmungsresultate des letzten Jahres im Kanton Luzern, wird klar: Die Gemeinde ist besonders behördenkritisch eingestellt. Volksinitiativen wie jene für nur noch eine Fremdsprache an der Primarschule erhalten überdurchschnittlich viel Zustimmung, bei Vorlagen der Behörden sagt die kleine Gemeinde tendenziell Nein (Steuererhöhung, Energiegesetz, erleichterte Einbürgerungen, Nationalstrassenfonds, Unternehmenssteuerreform III). Für den Fischbacher Gemeindepräsidenten Josef Vogel (CVP) keine Überraschung: «Die Fischbacher sind liebe Menschen, aber gegenüber Aussenstehenden und den Behörden misstrauisch.» Das habe mit der Geschichte der Gemeinde zu tun. Viele stammen ursprünglich aus armen Verhältnissen «und mussten immer für sich selbst schauen».

Nur Durchschnitt sind die drei Gemeinden bei der Wahlbeteiligung. Hier fallen, gemessen an der «No Billag»-Abstimmung, andere auf. Platz 1 geht an Oberkirch mit 69,39 Prozent (siehe Box). Allerdings dürfte diese hohe Wahlbeteiligung weniger mit «No Billag» zu tun haben. Die Oberkircher entschieden nämlich über die äusserst umstrittene Renaturierung der Sure.

Top Five Stimmbeteiligung No-Billag-Initiative

Oberkirch: 69,39 %
Knutwil: 69,11 %
Meggen: 66,56 %
Eschenbach: 65,80 %
Adligenswil: 64,73 %
Kanton Luzern: 55,93 %

Quelle: Kanton Luzern

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