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KANTON: Dampfschiff «Stadt Luzern» soll 2018 totalsaniert werden

Die Dampfer­freunde Vierwaldstättersee haben sich seit längerem wieder in Uri getroffen. Der Einladung folgten über 800 Mitglieder.
Archivbild: Das 88-jährige Dampfschiff «Stadt Luzern» in voller Fahrt auf dem Vierwaldstättersee. (Pius Amrein / Neue LZ) Schiff, See, Wasser, Dampfschiff, Motorschiff, Schifffahrtsgesellschaft (Bild: Pius Amrein (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Archivbild: Das 88-jährige Dampfschiff «Stadt Luzern» in voller Fahrt auf dem Vierwaldstättersee. (Pius Amrein / Neue LZ) Schiff, See, Wasser, Dampfschiff, Motorschiff, Schifffahrtsgesellschaft (Bild: Pius Amrein (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

So macht Dampfschifffahren doppelt Freude: Zum einen zeigte sich das Wetter am Samstag von der prächtigsten Seite, zum andern fuhren die «Stadt Luzern» und die «Gallia» exklusiv für insgesamt 860 Mitglieder der Dampferfreunde Vierwaldstättersee. Die Reise führte von Luzern nach Seedorf. Mit dem Treffen in der Rollhockey-Halle fand die GV seit längerem wieder einmal im Kanton Uri statt. So nahmen denn mit Landratspräsident Christian Arnold, Frau Landammann Heidi Z’graggen und Ständerat Josef Dittli auch namhafte Urner Gäste teil.

Sanierung für 10 bis 15 Millionen

Hans-Rudolf Schurter, Verwaltungsratspräsident der SGV, hatte wichtige Informationen für die Mitglieder dabei: Er orientierte detailliert über die geplante Generalsanierung des Flaggschiffs «Stadt Luzern». Die Kosten werden sich im Rahmen von 10 bis 15 Millionen Franken bewegen. Man will aber alles daransetzen, dass auch die nächste Generation nicht auf die «Stadt Luzern» verzichten muss. Ein Vorprojekt, das die Finanzierung ankurbeln soll, ist in Arbeit. Natürlich werden die rund 10 000 Dampferfreunde in das Projekt mit einbezogen. Die Denkmalpflege hat ihre Unterstützung zugesichert. Geplant ist, die Sanierung 2018 zu starten. Diese wird rund zwei bis drei Jahre dauern. Neben dem Grossprojekt will man weitere Sanierungsprojekte lancieren, so auch für das Dampfschiff «Uri».

Präsident Damian Müller hob vorausschauend den Mahnfinger, was die Finanzen angeht. Noch steht es gut um den Verein: Kassier Werner Meier präsentierte einen Jahresgewinn von 8000 Franken, dies trotz Rückstellungen von 152 000 Franken. Die Mitgliederbeiträge blieben unverändert.

Zwei Schiffe umgerüstet

Im Rechenschaftsbericht blickte Damian Müller auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. Die Zusammenarbeit mit der SGV bezeichnete er als durchwegs positiv. Die Ehrung des abgetretenen Präsidenten Beat Fuchs im Heimathafen Buochs bleibt in bester Erinnerung. Der Beitrag der Dampferfreunde an die Umrüstung der Dampfschiffe «Schiller» und «Gallia» auf Dieselgeneratoren wurde mit überwältigendem Mehr angenommen und inzwischen realisiert. Die fünf «Tanz der Dampfschiffe»-Fahrten im September und Oktober waren ein einmaliges Spektakel. In diesem Jahr sind sogar sechs solche Fahren geplant. Die fünf Raddampfer waren im vergangenen Jahr total 634 Betriebstage im Einsatz, sie absolvierten 63 000 Kilometer, 59 000 davon kursmässig und je 2000 mit Extra- und Dienstfahrten. Der Auftritt im Internet, aber auch die Vereinszeitschrift «Dampferfreund» sollen im kommenden Jahr modernisiert werden.

Der Rücktritt von Kurt Zurfluh aus dem Vorstand wird bedauert. Erleichtert zeigt man sich allerdings, dass man auch künftig auf seine Hilfe und Unterstützung als aktiver Dampferfreund zählen darf. Zur Revisionsstelle wurde erneut die Treuhandunternehmung Balmer-Etienne AG aus Luzern bestimmt.

Urner Spezialitäten zum Abschied

Mit Mario Gavazzi wurde ein unermüdlicher Dampferfreund, Berichterstatter und exzellenter Kenner der Dampferszene in die Reihen der Ehrenmitglieder aufgenommen. Mit grossem Applaus, einem Bild des Dampfschiffs «Uri» und einem Rucksack voll Urner Spezialitäten vom Hof des Landratspräsidenten Christian Arnold wurde er geehrt.

Der Verein soll auch weiterhin wachsen und neue Mitglieder werben. Pro drei geworbene Mitgliedschaften winkt eine Erstklass-Tageskarte im Wert von 108 Franken.

Werner Grossniklaus präsentierte das attraktive Jahresprogramm der Dampferfreunde. Gestartet wird am 4. September mit dem Vereinsausflug Luzern–Bürgenstock. Die «Tanz der Dampfschiffe»-Fahrten gibt es an sechs Sonntagen vom 18. September bis 23. Oktober. Am 23. Oktober steht gleichzeitig auch die Saisonabschlussfahrt mit den «Adlerspitz-Buebä» aus Schwyz auf dem Programm. Die nächste GV der Dampferfreunde wurde auf Samstag, 6. Mai 2017, festgelegt.

Zgraggen wirbt auch für Bahn

Die Grussworte der Urner Regierung überbrachte Frau Landammann Heidi Z’graggen. Sie schilderte eindrücklich, wie begeistert sie ihre Fahrten auf dem Vierwaldstättersee, vorbei an historischen Orten, jeweils erlebe. Unter anderem meinte sie: «So, wie Sie heute auf dem Seeweg das Urnerland erreichten, nur so konnten unsere Vorfahren vor dem Bau der Axenstrasse ins Urnerland gelangen.» Sie hofft, dass die Gotthard-Bergstrecke der SBB nach der Eröffnung der Neat doch noch auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes gesetzt wird. Denn auch hier sei viel Historisches zu sehen, so Z’graggen.

Georg Epp

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