KANTON: Der Datenschutz ist personell unterdotiert

Der Datenschützer will mehr Ressourcen, um seine Aufgaben wahrzunehmen. Künftig erwartet er noch mehr Arbeit.

Yasmin Kunz
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An einen Server angeschlossene Datenkabel. Laut dem Luzerner Datenschützer braucht es mehr Personal, um den Datenschutz zu kontrollieren. (Bild: AP Photo)

An einen Server angeschlossene Datenkabel. Laut dem Luzerner Datenschützer braucht es mehr Personal, um den Datenschutz zu kontrollieren. (Bild: AP Photo)

Beim Datenschutz allen gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, sei nicht möglich, sagt der Luzerner Datenschutzbeauftragte Reto Fanger. «Wir tun das Möglichste, aber Lücken lassen sich nicht vermeiden.» Lücken gibt es laut Fanger vor allem in den Bereichen Datenschutzkontrolle, Sensibilisierung und Schulungen, proaktive Information und bei der Abgabe von Vernehmlassungsantworten.

Postulat fordert Stellenausbau

Der Grüne Stadtluzerner Kantonsrat Hans Stutz will über ein dringliches Postulat einen Stellenausbau im Bereich Datenschutz erlangen. Stutz sagt: «Ich unterstütze Fanger, weil ich davon überzeugt bin, dass ein ausreichender Datenschutz eine staatspolitische Notwendigkeit ist.» Im Postulat betont er, wie «prekär» die Lage ist, und verlangt mindestens eine Verdoppelung der Stellenprozente. Hans Stutz sagt zu den Kosten des Ausbaus: «Qualität kostet eben Geld.»