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KANTON: Fahrplanwechsel: Das sind die Diskussionspunkte

Die Bevölkerung fordert einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, wie eine Vernehmlassung zeigt. Wegen der klammen Kasse des Kantons kann aber nicht alles umgesetzt werden.
Die Postauto-Linie 73 soll künftig in einem höheren Takt zwischen Luzern und Udligenswil verkehren. (Bild: Boris Bürgisser (Udligenswil, 27. Juni 2017))

Die Postauto-Linie 73 soll künftig in einem höheren Takt zwischen Luzern und Udligenswil verkehren. (Bild: Boris Bürgisser (Udligenswil, 27. Juni 2017))

Auf 33 Bahn- und Buslinien sind im Rahmen des Fahrplanwechsels per 10. Dezember 2017 Änderungen vorgesehen (wir berichteten). Drei Wochen lang hat die Bevölkerung die neuen Fahrpläne einsehen und Stellungnahmen abgeben können. «Insgesamt sind bei uns 170 Begehren von total 100 Personen, Organisationen oder Gemeinden eingegangen», informiert Christoph Zurflüh, der Sprecher des Verkehrsverbunds Luzern (VVL).

Im Vergleich zu 2016 mit 250 Rückmeldungen ist dies ein klarer Rückgang, «erklärbar durch die damals aussergewöhnlich grossen Umstellungen mit dem neuen Bushub in Emmenbrücke oder den neuen Flügelzügen zwischen Luzern und Willisau». An Diskussionsstoff mangelt es dem öffentlichen Verkehr aber auch in diesem Jahr nicht. Zurflüh macht bei der Durchsicht der Wortmeldungen vier Schwerpunkte aus:

Buslinie 111: Sie ist neu und verbindet das Ron- mit dem Seetal via Ebikon, Fildern (Mall of Switzerland), Inwil und Waldibrücke. Die Inwiler verlieren die Direktverbindung nach Luzern (Linie 22 via Buchrain), kommen aber mit der Linie 111 zu mehr Verbindungen Richtung Waldibrücke mit Zuganschluss nach Luzern (S9). «Was verändert sich? Bleiben meine Anschlüsse erhalten? Wie reise ich künftig? Wenn eine Linie neu ist, gibt es immer viele Fragen und Unklarheiten», berichtet VVL-Sprecher Zurflüh.

Buslinie 40: Die Verbindung zwischen Littau, Emmen Flugzeugwerke und Waldibrücke ist vor einem Jahr lanciert worden. Hierzu seien Klagen über verpasste Anschlüsse nach Luzern eingegangen, sagt Zurflüh dazu: «Das nehmen wir ernst, wir wollen diese Strecke zuverlässiger machen.»

Buslinie 73: Von Luzern über Adligenswil und Udligenswil bis Rotkreuz verkehrt der Bus künftig nicht mehr im 20-/40-Minuten-Takt, sondern alle 15 beziehungsweise 30 Minuten. Das generiere neue Bahnanschlüsse und stärke die Region Rotkreuz und Zug, die als Schul- und Arbeitsort immer wichtiger werde. Was beschäftigt den Fahrgast hier? «Er sorgt sich um die Schlaufe zur Haltestelle ­Wid­spü­el in Adligenswil, sie soll im gleichen Rahmen erhalten bleiben.»

IC Luzern–Tessin: Hier freuen sich die Leute über eine zusätzliche SBB-Verbindung durch den Gotthard-Basistunnel nach Bellinzona und Lugano. Geplant ist eine erste Fahrt, die Luzern am Morgen früher als wie jetzt um 10.18 Uhr verlässt.

Wenig Spielraum für individuelle Interessen

Resümierend stellt Zurflüh fest: «Der Grossteil der Rückmeldungen sind Forderungen nach mehr öffentlichem Verkehr.» Doch die finanziellen Mittel des Kantons seien beschränkt. Welche der geplanten Fahrplanänderungen und Forderungen tatsächlich durchgeführt werden können, sei noch ungewiss. Bis Ende ­August werden alle Stellung­nahmen aus der Bevölkerung ­bearbeitet und mit den Transportunternehmen abgeklärt. «Zentrale Themen wie die Einführung der Linie 111 und der neue Takt auf der Linie 73 werden mit hoher Wahrscheinlichkeit umgesetzt.» In Sachen individuelle Interessen bestünde aber weniger Spielraum.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

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