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KANTON: Jeder Dritte Luzerner reicht Steuern online ein

Seit Februar deklarieren die Luzerner ihre Steuern für das Jahr 2016. Bisher sind bei der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern rund 36 Prozent oder 90000 Erklärungen eingegangen. Rund 14 Prozent davon wurden noch von Hand auf Papier ausgefüllt, 86 Prozent nutzen den Computer.
Jede dritte Steuererklärung wird elektronisch ausgefüllt. (Bild: Screenshot youtube)

Jede dritte Steuererklärung wird elektronisch ausgefüllt. (Bild: Screenshot youtube)

Erstmals können die Luzerner ihre Steuern auch rein digital erklären, gänzlich ohne Papierausdruck. «eFilling» heisst dieses System, das im Rahmen der E-Government-Strategie des Kantons neu angeboten wird.

Steuererklärung ab 2018 auch für Firmen papierlos

«In den ersten zwei Monaten haben gut 32 Prozent der steuerpflichtigen Personen die Steuererklärung über eFilling eingereicht», sagt Paul Furrer, stellvertretender Leiter der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern. «Wir rechnen damit, dass dieser Wert noch etwas absinken wird, da erfahrungsgemäss die einfacheren Steuererklärungen früher und in digitaler Form eingereicht werden.» Das Ziel, bis 2019 rund 20 Prozent der Steuererklärungen auf diese Weise zu erhalten, dürfte vorzeitig erfüllt werden. Dabei erwartet Furrer, dass der Anteil an von Hand ausgefüllten Erklärungen etwa gleich bleiben wird. «eFilling wird eher von jenen genutzt, die schon bisher die Steuererklärung computerunterstützt ausgefüllt haben – wer heute von Hand ausfüllt, wird kaum umstellen.» Ab 2018 sollen auch juristische Personen ihre Steuererklärung papierlos erledigen können. Damit werde der Kanton Luzern bei der elektronischen Einreichung der Steuererklärungen schweizweit eine Spitzenposition einnehmen.

Elektronische ID wird weiter vorangetrieben

Im Zuge der E-Government-Strategie von Kanton und Bund ist das neu eingeführte System allerdings nur ein Zwischenschritt. Künftig sollen alle Schweizer Bürger mit einer einheitlichen elektronischen Identität, einer eID, ausgestattet werden. «Das würde die Realisierung einer tatsächlichen Online-Steuererklärung sehr unterstützen», erklärt Furrer weiter. Heute werden Steuerdaten mittels persönlichem, per Brief zugestelltem Sicherheitscode via Software übermittelt. «Mit einer eID wäre es möglich, die Steuererklärung direkt Online auf dem Portal des Kantons auszufüllen.» So würde auch die Zustellung der Unterlagen wegfallen. Zurzeit erarbeitet der Bund die Rahmenbedingungen dafür. Der Bundesrat hat am 22. Februar die Vernehmlassung zu einem Bundesgesetz über anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten (eID-Gesetz) eröffnet. Eingeführt soll diese Form der Steuererklärung allerdings frühestens 2021 oder 2022 in Luzern. Sie stünde dann als zusätzliche Option zu den bisherigen Formen zur Verfügung.

Urs-Ueli Schorno
ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch

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