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Kanton Luzern: Fast 98 Prozent aller Maturanden haben bestanden

891 Luzerner Maturandinnen und Maturanden haben die «Kanti» in den vergangenen Tagen erfolgreich abgeschlossen. Bei der Abschlussquote gibt es indes je nach Schule Unterschiede.
David von Moos
Maturafeier der Kanti Alpenquai in Luzern: Drei Maturandinnen freuen sich über ihren Abschluss. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 21. Juni 2018))

Maturafeier der Kanti Alpenquai in Luzern: Drei Maturandinnen freuen sich über ihren Abschluss. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 21. Juni 2018))

Fast alle Luzerner Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben ihre Matura bestanden. Die Abschlussquote lässt sich sehen: 97,7 Prozent aller Kandidaten aus den acht Kantonsschulen, dem privat geführten Gymnasium St. Klemens sowie der Maturitätsschule für Erwachsene haben ihre Abschlussprüfungen erfolgreich absolviert, wie das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern am Montag mitteilte.

Erfolgsquote schwankt von Ort zu Ort

Den höchstmöglichen Notendurchschnitt erreichte niemand. Der beste Notendurchschnitt betrug laut dem Kanton 5,79, der niedrigste 4,04. 21 Personen haben die Prüfungen nicht bestanden. Die Abschlussquote ist damit leicht höher als in den vergangenen drei Jahren: 2017 waren es 97,25 Prozent, ein Jahr vorher 97,5 Prozent und 2015 knapp 97 Prozent.

«Die Bestehensquote ist über die Jahre gesehen praktisch gleich hoch», so Aldo Magno, Leiter der Dienststelle Gymnasialbildung des Kantons Luzern, auf Anfrage. «Als Daumenregel gilt, dass etwa drei Prozent der Schüler durch die Prüfung fallen.» Grund dafür seien schlicht und einfach schlechte Prüfungsleistungen. Normalerweise geschehe die Selektion in den Kanti-Jahren vor den Maturaprüfungen. «Oftmals führen dann aber schlechte Vornoten, gepaart mit schlechten Prüfungsleistungen, dazu, dass jemand hängen bleibt.»

Gute und schlechte Kantis gibt es nicht

An den Kantonsschulen Reussbühl und Beromünster war die Durchfallquote mit 5,7 Prozent am höchsten (siehe Grafik). Am Gymnasium St. Klemens in Ebikon hingegen haben alle Schülerinnen und Schüler die Maturaprüfungen bestanden.

Daraus auf die Qualität der einzelnen Schulen zu schliessen, ist laut Aldo Magno falsch: «Das muss man relativieren. Aufgrund der kleinen Fallzahlen reichen zwei bis drei Misserfolge, um die Abschlussquote zu schmälern.» Die Zahl derjenigen Schülerinnen und Schüler, die durchgefallen seien, liege an allen Standorten im Rahmen der Vorjahre, so Magno weiter. «Es gibt keine Ausreisser.»

Die Maturitätskommission überprüfe, dass das Anforderungsniveau der Prüfungen der verschiedenen Schulen vergleichbar sei, erklärt Magno. «Völlige Gleichheit der Prüfungen ist unmöglich. Klar ist aber: Es gibt keine Schule, an der die Matura einfacher zu haben wäre.»

Auch an welcher Kanti es die besten Schüler gebe, könne man so nicht sagen. «An allen Schulen hat es gute und schlechte und weniger gute Schüler. Die Unterschiede in den Klassen sind immer wohl grösser als unter den Schulen.» Und wichtig sei natürlich auch, «dass wir hier rein von schulischer Begabung sprechen und schliesslich von der Fähigkeit, unter Prüfungsbedingungen gute Resultate abzuliefern.» Andere Formen von Begabungen gebe es ja auch noch.

Prüfungen störungsfrei verlaufen

An allen Gymnasien wurden total 8910 schriftliche und mündliche Teilprüfungen durchgeführt, korrigiert und bewertet. Mehrere Schulen prüften gemäss dem Kanton einzelne oder mehrere Fächer am Notebook.

«Während den Prüfungen traten keinerlei nennenswerte Störungen auf», fasst die Dienststelle Gymnasialbildung des Kantons Luzern zusammen. Vor einigen Jahren habe es im Vorfeld der Maturaprüfungen einen Betrugsversuch gegeben, so Aldo Magno. «Solche Fälle sind aber selten. In der Regel gehen die Kandidatinnen und Kandidaten seriös vorbereitet an die Prüfungen.»

Wirtschaft und Recht am beliebtesten

Das beliebteste Schwerpunktfach bleibt der kantonalen Auswertung zufolge Wirtschaft und Recht. Ein Viertel aller Maturandinnen und Maturanden hat die Abschlussprüfung in diesem Schwerpunktfach bestanden. «Das hängt wohl damit zusammen, dass es sich um ein klassisches allgemeinbildendes Fach handelt», vermutet Aldo Magno. «Weil einem wirtschaftliche und rechtliche Themen im Alltag immer wieder begegnen, ist es nicht erstaunlich, dass viele Schüler dieses Schwerpunktfach wählen.»

Auf Rang zwei folgt Biologie und Chemie. Danach kommen die Schwerpunktfächer Bildnerisches Gestalten, Philosophie/Pädagogik/Psychologie, Physik und Anwendungen der Mathematik. Deutlich weniger Abschlüsse gab es im Schwerpunktfach Musik, bei den modernen Sprachen sowie auch beim Latein.

Schwerpunktfächer spielen bei der Studienwahl nur eine kleine Rolle

Erfahrungsgemäss studieren rund 75 bis 80 Prozent der Luzerner Gymnasiastinnen und Gymnasiasten nach der Matura an einer universitären Hochschule, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Laut Aldo Magno ist es wichtig, die Wahl des Schwerpunktfachs nicht mit der Studienwahl in Verbindung zu bringen. «Das sind zwei Paar Schuhe.» Obwohl sich ein Viertel der Luzerner Kanti-Schüler für das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht entscheide, sei es weniger als ein Fünftel, der anschliessend auch tatsächlich Wirtschaft studiere. Bei den sprachlichen Schwerpunktfächern sei diese Diskrepanz noch grösser: Von den Maturanden mit dem Schwerpunktfach Spanisch oder Italienisch studiere nachher selten jemand die entsprechende Sprache. «Viele Schüler wählen auch bewusst einen Kontrapunkt, zum Beispiel etwas, das sie nachher nie mehr machen werden.»

Ausgewählte Porträts von Luzerner Maturanden:

Fast jeder fünfte 19-Jährige absolviert das Gymnasium

Die gymnasiale Maturitätsquote im Kanton Luzern bewegt sich seit Jahren auf konstantem Niveau und betrug zuletzt 19,7 Prozent. Luzern belegt damit im nationalen Durchschnitt den elften Rang. (red)

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