Kanton Luzern
Ab sofort können sich 12- bis 15-Jährige für die Coronaimpfung anmelden

Im Kanton Luzern konnten sich bisher nur Personen ab 16 Jahren für eine Impfung anmelden. Ab sofort können sich neu auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren für die Covid-19-Impfung anmelden. Erste Impfungen für diese Personengruppe finden voraussichtlich noch im Juli statt.

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Vor Kurzem hat die Zulassungsbehörde Swissmedic den Covid-19 Impfstoff von Pfizer/Biontech in der Schweiz für Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren freigegeben. Ab sofort kann sich diese Personengruppe unter https://lu.impfung-covid.ch für eine Impfung im Kanton Luzern anmelden. Dies schreibt der Kanton Luzern in einer Medienmitteilung. Regierungsrat Guido Graf, Gesundheits- und Sozialdirektor, sagt:

«Es freut mich sehr, dass es jetzt möglich ist, dass sich auch Jugendliche gegen Covid-19 impfen lassen können. Denn aktuell zeigt sich in einigen Ländern, dass sich das Virus insbesondere in Schulen stark verbreitet und so weiter ausbreitet.»

Mit Blick auf möglicherweise steigende Fallzahlen im Herbst könne die Impfung von Jugendlichen somit eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Pandemie spielen.

Gleich wie die Erwachsenen können sich auch die Jugendlichen für eine Impfung im Impfzentrum Luzern oder im Impfzentrum Willisau anmelden. Auch eine Anmeldung an beiden Standorten ist möglich, wobei in diesem Fall derjenige Standort für die Impfung zugewiesen wird, an dem die Warteliste kürzer ist und die Impfung somit rascher erfolgen kann.

Einverständniserklärung muss zum Impftermin mitgebracht werden

Aufgrund von Lieferverzögerungen des zugelassenen Impfstoffes von Pfizer/Biontech sowie der zurzeit noch auf eine zweite Impfung wartenden Personen Ü16 (diese müssen zuerst geimpft werden), finden erste Impfungen für 12- bis 15-Jährige voraussichtlich noch im Juli statt, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter. Aktuell würden zudem Abklärungen laufen, ob Impfungen für diese Personengruppe auch in weiteren Institutionen durchgeführt werden können.

Zur Impfung muss zwingend eine vollständig ausgefüllte Einverständniserklärung mitgebracht werden, die von der gesetzlichen Vertretung (im Regelfall die Eltern) mitunterzeichnet ist. Diese Einverständniserklärung ist hier zu finden.

Bei Uneinigkeit braucht es eine Abklärung der Urteilsfähigkeit

Für den Fall, dass sich die gesetzliche Vertretung und die oder der Jugendliche über die Impfung nicht einig sind, muss eine Abklärung der Urteilsfähigkeit durch eine Fachperson wie beispielsweise eine Pädiaterin/einen Pädiater, eine Hausärztin/einen Hausarzt oder einer Psychologin/einen Psychologen erfolgen. Diese Fachperson prüft, heisst es in der Mitteilung, ob der oder die Jugendliche selbstständig über die Impfung entscheiden kann, oder ob der Entscheid ihrer gesetzlichen Vertretung massgebend ist.

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