KANTON LUZERN: Äpfel weisen Antibiotika-Rückstände auf

Das Antibiotikum gegen Feuerbrand ist nun doch in den Äpfeln nachweisbar. Entgegen der Annahme der Bundesbehörden.

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Auch Äpfel aus Luzern sind mit Antibiotika belastet. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Auch Äpfel aus Luzern sind mit Antibiotika belastet. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Untersuchungsergebnisse aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Zürich zeigen: In 55 von 62 Apfelproben aus behandelten Anlagen sind Spuren von Antibiotika nachweisbar. «Für Luzern wären die gleichen Resultate zu erwarten», sagt Kantonschemiker Daniel Imhof. Das sei nicht fahrlässig und: «Die Rückstände wurden in sehr kleinen Mengen gefunden.» Der Konsument müsste täglich 210 Kilogramm Äpfel essen, bis es zu einem Effekt käme.

Die Stiftung für Konsumentenschutz hat bereits im Frühling darauf hingewiesen, dass es eventuell zu Antibiotikarückständen in den Äpfeln kommen wird. Damals versicherten aber Experten, dass höchstens Spuren im Honig nachweisbar seien.

Nun fordern Konsumentenschützer, dass die behandelten Äpfel deklariert werden und weitere Bewilligungen für Antibiotika-Behandlungen nur vorübergehend erteilt werden, bis eine bessere Lösung gefunden worden ist.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.