KANTON LUZERN: Anträge verzögern den Gerichtstermin im Fall Malters

Der Termin für die Gerichtsverhandlung gegen den Luzerner Polizeikommandanten Adi Achermann und den Kripo-Chef Daniel Bussmann bleibt noch offen.

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Während dieses Polizeieinsatzes in Malters verschanzte sich im Haus hinten eine 65-jährige Frau und nahm sich dann das Leben. (Bild: Pius Amrein (Malters, 9. März 2016))

Während dieses Polizeieinsatzes in Malters verschanzte sich im Haus hinten eine 65-jährige Frau und nahm sich dann das Leben. (Bild: Pius Amrein (Malters, 9. März 2016))

Der ausserordentliche Aargauer Staatsanwalt Christoph Rüedi hat am 10. Januar mitgeteilt, dass er Anklage gegen den Luzerner Polizeikommandanten Adi Achermann und den Kripo-Chef Daniel Bussmann einreicht (Ausgabe vom 11. Januar). Nach ersten Informationen des zuständigen Bezirksgerichts hätte Mitte Februar der Gerichtstermin kommuniziert werden können. Voraussetzung dafür war, dass keine Beweisanträge gestellt werden.

Der Termin ist nun allerdings weiterhin offen, wie das Kantonsgericht gestern mitteilte. Denn es wurden Anträge eingereicht. Unter anderem sei das Einholen diverser Gutachten verlangt worden. «Sollten weitere Beweisabnahmen erfolgen müssen, hätte dies vor der Gerichtsverhandlung zu geschehen. Das Gericht wird daher vorab über die Notwendigkeit weiterer Beweisabnahmen befinden und dann gegebenenfalls diese Beweise einholen oder zur Strafverhandlung vorladen», teilt das Gericht mit.

Wie unsere Zeitung weiss, will primär der Privatkläger, also der Sohn der verstorbenen Frau, Gutachten einholen. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung und bezieht sich auf eine Hausdurchsuchung vom 8. und 9. März 2016 in Malters. Die Polizeikader entschieden, die Wohnung zu stürmen, wobei sich eine 65-jährige Frau das Leben nahm. (avd)