KANTON LUZERN: Biogasanlagen: Bewilligung wird einfacher

Der Kanton Luzern vereinfacht das Bewilligungsverfahren für Biogasanlagen. So soll der Anteil der erneuerbaren Energien im Kanton bis 2030 verdoppelt werden.

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Eine Biogasanlage – hier in Schwyz. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Eine Biogasanlage – hier in Schwyz. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Kanton Luzern hat die Bewilligungspraxis für landwirtschaftliche Biogasanlagen überprüft. Wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt will er dies nun aufgrund der Erfahrungen mit Pilotanlagen umsetzen sowie «unnötige Hürden abbauen», wie es weiter heisst. Der Kanton Luzern hat das Ziel, bis im Jahr 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien zu verdoppeln.

So wird zum Beispiel die Limite für eine zonenkonforme Anlage ausserhalb der Bauzone von bisher 10'000 Tonnen Biomasse auf 15'000 Tonnen pro Jahr erhöht. Grössere Anlagen müssen aber weiterhin in einer Bauzone angesiedelt werden und unterstehen zusätzlichen Auflagen.

10 Anlagen in Betrieb oder im Bau
2003 sind im Kanton Luzern die ersten landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Betrieb genommen worden. Heute sind sechs landwirtschaftliche sowie vier gewerblich-industrielle Anlagen in Betrieb oder im Bau, schreibt die Staatskanzlei weiter.

Die Landwirtschaft im Kanton Luzern wird laut Staatskanzlei durch die Nutztierhaltung geprägt. Die vergärbare Biomasse setzt sich deshalb vor allem aus landwirtschaftlichen Hofdüngern sowie aus nicht-landwirtschaftlicher Biomasse zusammen. Die nutzbare Masse im Kanton Luzern enthält ein Energiepotential von rund 1100 Terajoules, was etwa dem Energiegehalt von 26'000 Tonnen Heizöl extra leicht oder dem Heizölbedarf von 17'000 Einfamilienhäusern entspricht.

ana