KANTON LUZERN: Die Kirchenaustritte haben sich verdoppelt

Die katholische Kirche erhält die Quittung für die jüngsten Missbrauchsfälle. Viele Luzerner Gläubige wenden sich ab – und strafen so gemäss Synode die Falschen.

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Blick in die Kirche von Meierskappel. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Blick in die Kirche von Meierskappel. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

149 Austritte musste die katholische Kirchgemeinde Stadt Luzern in den vergangenen Wochen verzeichnen – rund doppelt so viele wie normal. «Wir merken die Schlagzeilen über die Missbrauchsfälle», sagt Florian Flohr, Kommunikationsbeauftragter der katholischen Kirche Luzern. «Meistens sind es Leute, die schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, die Kirche zu verlassen.» Die Missbrauchsfälle seien dann der definitive Auslöser für den Austritt gewesen.

Bei anderen Kirchgemeinden sieht es ähnlich aus. Ob in Emmen oder Dagmersellen, die Kirchen werden mit Austritten abgestraft.

Die Synode der katholischen Kirche des Kantons Luzern rechnet mit einer Fortsetzung des Trends. Flohr: «Wahrscheinlich ähnlich lange wie damals beim Vorfall mit den Piusbrüdern – also drei bis vier Monate.»

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.