KANTON LUZERN: Die meisten Millionäre sind Rentner

Sie wuchsen in den Nachkriegsjahren auf. Sie sparten fürs Häuschen. Jetzt profitieren viele Rentner von komfortablen Vermögen.

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(Symbolbild Adrian Stähli/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Bis vor wenigen Jahrzehnten galt das Alter als Armutsrisiko. Das hat sich für viele – nicht für alle – geändert. Im Kanton Luzern zahlen die Rentner heute die Hälfte aller Vermögenssteuern. 3400 der 6392 Millionäre des Kantons sind im Rentenalter.

Das bedeutet auch: Von den 41'000 Steuerpflichtigen im AHV-Alter besitzen rund 8 Prozent ein Reinvermögen von über 1 Million Franken. Bei der steuerpflichtigen Bevölkerung unter 64 Jahren hingegen gibt es gerade einmal 2 Prozent Millionäre.

Eingefrorenes Geld
Hansruedi Buob, stellvertretender Leiter der Dienststelle Steuern beim Kanton, relativiert die Zahlen. «Die Erwerbstätigen haben mehr Geld auf der Seite, als die Steuerrechnung aufzeigt.» Denn: «Ein beträchtlicher Teil ihres Vermögens ist in Form von Pensionskassen oder der Säule 3a eingefroren und nicht steuerbar.»

Ausserdem sind viele Erwerbstätige mit Hypotheken für ihr Einfamilienhaus oder ihre Eigentumswohnung verschuldet. Auf das Alter hin werden Ersparnisse gebildet, mit denen dann Schulden reduziert oder Sparguthaben und Wertschriften erworben werden. Weil die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, vererben auch immer mehr alte Rentner ihr Vermögen an jüngere Rentner. Allerdings ist das Volumen der Vermögenssteuern im Vergleich zu den Einkommenssteuern relativ gering. Im Jahr 2004 nahm der Kanton Luzern 599 Millionen Franken Einkommenssteuern und 76 Millionen Franken Vermögenssteuern ein.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.