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KANTON LUZERN: Entlebucher soll die CVP führen

Der 39-jährige Christian Ineichen will neuer Präsident der CVP des Kantons Luzern werden. Die Findungskommission schlägt den Marbacher vor, die Delegierten entscheiden am 27. April.
Christian Ineichen (39, links) soll Nachfolger von CVP-Präsident Pirmin Jung (48) werden. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 4. April 2017))

Christian Ineichen (39, links) soll Nachfolger von CVP-Präsident Pirmin Jung (48) werden. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 4. April 2017))

Cyril Aregger

cyril.aregger@luzernerzeitung.ch


Die Auswahl war gross: Rund 90 Personen haben sich für das Präsidium der CVP des Kantons Luzern beworben. 22 von ihnen kamen für die achtköpfige Findungskommission unter Leitung von Kantonsrat Franz Wüest (Ettiswil) in Frage, um die Nachfolge von Pirmin Jung anzutreten. Der 48-jährige Eschenbacher kündigte im letzten Herbst seinen Rücktritt nach fünf Jahren im Amt per April an. Dies aus beruflichen Gründen, da ihn seine expandierende Holzbaufirma immer stärker beanspruche. Das – unbezahlte – Amt des CVP-Präsidenten entspricht ungefähr einem 40-Prozent-Pensum. Franz Wüest zeigte sich zufrieden über die grosse Anzahl möglicher Nachfolger. Das zeige das hohe personelle Potenzial der Partei. Und: «Das Parteipräsidium wird durchaus als reizvolle Aufgabe betrachtet.»

Durchgesetzt hat sich am Ende Christian Ineichen (39) aus Marbach. Die Findungskommission schlägt den Vizedirektor der Biosphäre Entlebuch den Delegierten am 27. April zur Wahl vor. Ineichen ist seit letztem Jahr Vizepräsident der CVP des Kantons Luzern und seit 2008 Präsident des CVP-Wahlkreises Entlebuch. An der gestrigen Vorstellung im Parteisekretariat in Luzern bezeichnete sich Ineichen als CVPler durch und durch: «Auch wenn es heute nicht mehr so ausgeprägt der Fall ist, dass die Gesellschaft in Rot und Schwarz eingeteilt ist, so gehörte ich noch zu den letzten Jahrgängen, die ab der zweiten Primarklasse wussten, wer von zu Hause aus wie gefärbt war. Wir waren rot. Und wir blieben es.»

«Der Ineichen ist der kleine Pfister»

Ineichen, Mitgründer des «politischen Aschermittwochs im Entlebuch», hat sich in der Partei einen Namen als Vertreter des konservativen Flügels gemacht. So kritisierte er bei den letzten Regierungsratswahlen den Parteileitungsentscheid, im zweiten Wahlgang SP-Kandidatin Felicitas Zopfi und nicht Paul Winiker (SVP) zu unterstützen. Auf seine Positionierung innerhalb der Partei angesprochen, meinte Ineichen: «Als Präsident führe ich die CVP des Kantons Luzern und nicht ein bestimmtes Spektrum.» Er habe zwar bestimmt ein klares Profil, so Ineichen weiter: «Aber wenn ich wirklich rechts wäre, wäre ich nicht in dieser Partei.» Auf die Parallelen angesprochen zu Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz und ebenfalls dem konservativen Flügel zuzuordnen, bemerkt Ineichen: «Viele sagten: ‹Der Ineichen ist der kleine Pfister.› Damit kann ich leben: Bei seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr zweifelten viele daran, ob er die Partei führen könne. Heute weiss man: Er kann es.»

Ein politisches Amt hat der ledige und kinderlose Ineichen nicht inne. 2015 kandidierte er als Nationalrat und erreichte dort den fünften Platz auf der CVP-Liste – ein überraschend gutes Ergebnis. Als CVP-Präsident würde ihn natürlich auch ein Kantonsratsmandat interessieren, sagt der begeisterte Ausdauersportler. «Aber zuerst müssen die Wahlen vorbereitet und organisiert werden. Erst danach werden wir sehen, ob ich im Entlebuch auf einer Liste aufgeführt sein werde.»

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