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Kanton Luzern entsorgt in Verwaltung und Gericht Tausende analoge Telefone

Statt mit herkömmlichen Telefonen sollen Verwaltungs- und Gerichtsangestellte übers
Internet kommunizieren. Der Luzerner Regierungsrat beantragt dafür einen Kredit von rund 18 Millionen Franken.
Alexander von Däniken
Der klassische Telefonhörer soll in der Luzerner Kantonsverwaltung bald einem Headset weichen. (Bild: PD)

Der klassische Telefonhörer soll in der Luzerner Kantonsverwaltung bald einem Headset weichen. (Bild: PD)

Mausklick statt Tastendruck, Videokonferenz statt Sitzung: Der Luzerner Regierungsrat plant für die Kantons- und Gerichtsverwaltung die digitale Revolution. Diese hat aber ihren Preis: knapp 18,2 Millionen wird das Projekt kosten. Davon sind knapp 8,5 Millionen Franken einmalige Ausgaben, der Rest sind wiederkehrende Kosten bis 2028. Für diese Summe bittet die Regierung den Kantonsrat um einen Sonderkredit, wie aus der entsprechenden aktuellen Botschaft hervorgeht.

Dafür rechnet die Regierung mit Einsparungen gegenüber der heutigen Lösung von 3 Millionen Franken pro Jahr. Das neue System sei eine zwingende Voraussetzung für das geplante, zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmen, schreibt die Regierung weiter. Dort sollen 1300 Mitarbeiter unterkommen – und zwar im sogenannten Open-Space-Bürokonzept mit flexiblen Räumen ohne fixe Arbeitsplätze.

«Skypen» statt telefonieren

Dass der Regierungsrat bereits eine konkrete Summe nennen kann, liegt an den bereits bestehenden Unternehmensverträgen mit Microsoft. Der Software-Konzern hat sich mit «Skype for Business» bereits auf dem Markt etabliert. Es ist zum Beispiel schon in der Stadt Luzern und in den Kantonen St. Gallen, Aargau und Bern im Einsatz – aber auch in der Bundesverwaltung, bei der Swisscom und bei den SBB. Der Kanton Luzern ist hierbei im schweizweiten Vergleich noch im Hintertreffen.

Mit der Software Skype kann man übers Internet telefonieren, es gibt eine Videotelefonfunktion und die Möglichkeit von Konferenzschaltungen. Der Kanton sieht dafür den Einsatz von Headsets vor. Eingesetzt werden soll die Technologie in der kantonalen Verwaltung; einschliesslich der kantonalen Schulen, Lustat Statistik und des Verkehrsverbunds. Auch die Gerichte sollen aufgerüstet werden.

Die jetzige Telefonie-Infrastruktur stammt aus den 1990er-Jahren und ist laut Regierung «am Ende ihres Lebenszyklus angekommen». Ersetzt werden soll die zentrale Anlage, mit der rund 6000 ISDN-Anschlüsse und analoge Telefone verbunden sind. Das Projekt soll im ersten Halbjahr 2019 gestartet und ab 2020 schrittweise eingeführt werden. Es handelt sich dabei um eine Massnahme aus dem Sparpaket «OE17».

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