KANTON LUZERN: Feuerbrand - Altbefall ist das grösste Risiko

Im Kanton Luzern hat sich die Feuerbrand-Situation 2009 weiter beruhigt. In Erwerbsanlagen und Hausgärten wurden geringere Schäden als in den Vorjahren verzeichnet.

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Ast eines von Feuerbrand befallenen Birnbaums. (Bild Roland Rüttimann/Neue SZ)

Ast eines von Feuerbrand befallenen Birnbaums. (Bild Roland Rüttimann/Neue SZ)

Die ergriffenen Massnahmen scheinen Früchte zu tragen. Der Befall konzentrierte sich laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern auf wenige hochanfällige Sorten und auf Altbefall, der an vielen hochstämmigen Mostbirnbäumen festgestellt wurde. Wird dieser nicht saniert, drohen in den kommenden Jahren Schäden für den Obstbau.

2009 hat sich die Situation in Obstkulturen, Hausgärten und Baumschulen allgemein beruhigt. Auf Apfelbäumen wurde wenig Befall festgestellt. Ausnahmen bilden die anfälligen Mostbirnensorten, die Quitten, der Weissdorn und der Cotoneaster. Bei diesen Pflanzen ist nach wie vor höchste Aufmerksamkeit angezeigt.

Feuerbrand ist weiterhin meldepflichtig
Auffällig ist die Häufigkeit von Altbefall an den Birnensorten Gelbmöstler und Egnacher Mostbirne. Es handelt sich dabei meist um Bäume, die im Vorjahr noch keine Symptome gezeigt haben, heisst es in der Mitteilung weiter.

Abgestorbene Mitteltriebe, Leitastenden oder Ständertriebe lassen auf einen Altbefall schliessen. Solche Bäume sind Träger von Bakterien und müssen in jedem Fall saniert werden. Auch bei Quitten und Weissdorn ist vereinzelt ein Altbefall zu finden.

Der Feuerbrand ist weiterhin meldepflichtig. Über die zu treffende Massnahme, Rodung, Rückriss oder Rückschnitt entscheidet der zuständige Feuerbrandkontrolleur der Gemeinde.

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