KANTON LUZERN: Gemeinde gegen Strassensperre

Der Kanton Luzern will zwischen Vitznau und Gersau einen 350 Meter langen Abschnitt sanieren. Die Strasse bleibt voraussichtlich somit für acht Monate gesperrt. Vitznau und Gersau sind nicht erfreut.

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Die Kantonsstrasse zwischen Vitznau und Gersau sorgt erneut für Gesprächsstoff. Dort will der Kanton Luzern bekanntlich einen rund 350 Meter langen Abschnitt an der Kantonsgrenze von Luzern und Schwyz sanieren (Ausgabe vom 9. September 2016). Hierbei ist vorgesehen, die Strecke während rund acht Monaten für den Verkehr komplett zu sperren. Zwar bestehe auch die Möglichkeit, jeweils nur eine Spur abzuriegeln; mit der Totalsperre ­erhofft sich der Kanton Luzern jedoch eine kürzere und kostengünstigere Bauzeit.

Laut der aktuellen Ausgabe der «Wochenzeitung» sind die Gemeinde Vitznau und der Bezirk Gersau nicht erfreut über das geplante Vorhaben des Kantons. So werde der Vitznauer Gemeinderat das Vorhaben «nicht unterstützen» und darum während der noch laufenden Vernehmlassung beim Kanton «mögliche Vorschläge einreichen».

«Vollsperrung ist für Betroffene nicht zumutbar»

Ähnliches ist auch aus Gersau zu hören. «Der Bezirk Gersau lehnt eine Vollsperrung kategorisch ab. Gerade die im letzten Herbst erfolgte Vollsperrung des Kantons Schwyz hat gezeigt, dass diese für die Betroffenen nicht zumutbar ist.» Bei der hier erwähnten Vollsperrung war die Kantonsstrasse bereits während fünf Wochen bis Ende September nicht befahrbar. Zwischenzeitlich mussten Anwohner mit dem Schiff pendeln. Bei den Hotelbetrieben in Vitznau hatte es damals Einbussen gegeben, so der Gemeinderat. (red)