KANTON LUZERN: Grippeviren am Abendmahl-Kelch

Die Luzerner Reformierten treffen Vor­kehrungen gegen die Schweinegrippe. Das bringt Einschränkungen beim Abendmahl mit sich.

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(Symbolbild Yvonne Theiler/ Neue SZ)

(Symbolbild Yvonne Theiler/ Neue SZ)

Einen im übertragenen Sinne trockenen Bettag-Gottesdienst erlebten am letzten Sonntag die Kirchen-Besucher in Adli­genswil. «Wir haben auf das Trinken aus dem Gemeinschaftskelch verzichtet, um uns vor der Schweinegrippe zu schützen», sagt die reformierte Pfarrerin Ursula Müller-Weigl. «Wir reichten der Gemeinschaft nur das Brot.»

Umstellung auf Einzelkelche
In der reformierten Kirche wird das Abendmahl zwar nur an hohen Feier­tagen – Karfreitag, Ostersonntag, Bettag, Weihnachten – eingenommen, jedoch erhalten alle teilnehmenden Gemeindeglieder Brot und Wein, beziehungsweise Traubensaft.

So können 30 oder mehr Leute aus dem selben Gefäss trinken. Der Synodal­rat empfiehlt deshalb den Kirchgemeinden auf den Gemeinschaftskelch zu verzichten. Als Alternative sollten Kirchgemeinden auf Einzelbecher umstellen.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.