KANTON LUZERN: Güsel und Hundekot – tödliche Gefahr für Kühe

Metallstücke, Plastiksäcke, Hundehaufen: Kühe fressen alles – mit fatalen Folgen. Schuld daran sind oft Wanderer und Autofahrer.

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Bauer Josef Anderhub aus Eschenbach hat zum Schutz seiner Tiere eine Infotafel mit der Aufschrift «Danke für saubere Wiesen» aufgestellt. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Bauer Josef Anderhub aus Eschenbach hat zum Schutz seiner Tiere eine Infotafel mit der Aufschrift «Danke für saubere Wiesen» aufgestellt. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Beim Metzgen finden wir manchmal ganze Güselhalden in den Kuhmägen», sagt Tierärztin Sandra Bähler von der Grosstierpraxis AG für Tiergesundheit in Gunzwil. Der Abfall stammt oft von Wanderern und Autofahrern, die ihn einfach auf die Weide werfen.

Spitze Metallstücke können durch die Magenwand bis ins Herz einer Kuh vordringen. Und das Verschlucken von Plastiksäcken kann dazu führen, dass die Kuh Verdauungsgase nicht mehr ausscheiden kann –gefährliche Blähungen sind die Folge. Durchschnittlich müssen alle zwei bis drei Wochen einmal Kühe in der Grosstierpraxis in Gunzwil behandelt werden.

Eine weitere Gefahr sind Hundehaufen, welche die Kühe zusammen mit dem Gras fressen. «Wenn der Hund Neosporose hat – eine Infektionskrankheit, die Haus- und Wildtiere befällt , bilden sich bei der Kuh Zysten. Falls die Kuh trächtig ist, kann das Ungeborene daran sterben», so Bähler.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.