KANTON LUZERN: Historiker arbeitet Heim-Missbräuche auf

Der Historiker Markus Furrer hat den Auftrag erhalten, die Vorkommnisse in den ehemaligen Erziehungsanstalten sowie Kinder- und Jugendheimen in der Stadt und dem Kanton Luzern aufzuarbeiten.

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Das Kinderheim Rathausen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Archivbild Hans Eichenberger/Staatsarchiv Luzern).

Das Kinderheim Rathausen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Archivbild Hans Eichenberger/Staatsarchiv Luzern).

Markus Furrer, Historiker aus Horw, ist laut einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern vom Gesundheits- und Sozialdepartement beauftragt worden, die Vorkommnisse in ehemaligen Erziehungsanstalten und Heimen im ganzen Kanton Luzern aufzuarbeiten. Furrer sei «eine ausgewiesene Persönlichkeit für diese anspruchsvolle Aufgabe», heisst es.

Markus Furrer studierte an der Universität Freiburg Schweizergeschichte, Histoire Contemporaine und Journalistik. Heute ist er Dozent für Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz und Titularprofessor an der Universität Freiburg. Der Historiker hat für seine Recherchen Zugang zu allen Archiven. Bis Ende Jahr erwartet der Regierungsrat einen Zwischenbericht.

Die Anlaufstelle für Betroffene nimmt Anrufe entgegen und klärt mit den Anrufenden ab, in welcher Form die geschilderten Vorkommnisse aufgezeichnet und welche Massnahmen oder weiteren Schritte eingeleitet werden sollen. Wer den schriftlichen Weg vorzieht, kann die Anlaufstelle auch per Post oder mittels E-Mail kontaktieren.

ana

HINWEIS
Anlaufstelle für Betroffene

Telefonnummer: 041/228 64 46, ab 20. Mai jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr
E-Mail: vorkommnisse.erziehungsanstalten@lu.ch
Adresse: Gesundheits- und Sozialdepartement, Departementssekretariat, Vorkommnisse Erziehungsanstalten, Bahnhofstrasse 15, 6002 Luzern