KANTON LUZERN: Höhere Arbeitszeit, weniger Feiertage: So spart der Kanton 20 Millionen pro Jahr

Der Luzerner Regierungsrat will mit diversen Massnahmen beim Kantonspersonal jährlich 20 Millionen Franken sparen. So müssen Verwaltungsangestellte und Lehrpersonen unter anderem mehr arbeiten und erhalten weniger Feiertage zugesprochen. Im Gegenzug erhalten sie zusätzliche Ferientage.

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Für Verwaltungsmitarbeiter werden die Anzahl Arbeitsstunden pro Woche heraufgesetzt. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Für Verwaltungsmitarbeiter werden die Anzahl Arbeitsstunden pro Woche heraufgesetzt. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Der Luzerner Regierungsrat hat festgelegt, wie er die im Konsolidierungsprogramm 2017 (KP 17) beschlossenen Personalmassnahmen umsetzten will. Dazu wurde die Personalverordnung angepasst. Gemäss dieser beträgt für die Verwaltungsmitarbeitenden die wöchentliche Sollarbeitszeit ab dem 1. Juli 2017 bei einem 100-Prozent-Pensum neu 43,25 Stunden – bisher waren es 42. Bei Teilzeitpensen ändert sich die Sollarbeitszeit entsprechend.

Mehr Ferientage

Gemäss der am Montag publizierten Mitteilung aus dem Regierungsrat erhöht sich im Gegenzug der Ferienanspruch um fünf Tage für Mitarbeitende bis 59 Jahre; inklusive Lernende und Praktikanten. Bei Mitarbeitenden über 60 Jahren erhöht sich der Ferienanspruch um drei Tage. Die Erhöhung erfolgt anteilmässig per 1. Juli 2017.

Mehr unterrichten müssen Lehrpersonen an den Volksschulen und den kantonalen Schulen der Sekundarstufe I und II. Ab dem 1. August 2017 müssen diese entweder eine Lektion mehr unterrichten oder eine Lohnreduktion in entsprechendem Umfang hinnehmen. Bei den Dozierenden der Fachhochschulen (HSLU und PH Luzern) wird der Rahmen der Lehrverpflichtung um eine Lektion heraufgesetzt. Der Ferienanspruch beträgt neu fünf Wochen.

Sowohl für die Verwaltungsmitarbeitenden als auch für die Lehrpersonen gelten der Nachmittag des Schmutzigen Donnerstags und des Güdismontags, der Morgen des 24. und des 31. Dezembers sowie das Patroziniumsfest der Kirchgemeinde des Arbeitsortes ab dem 1. Juli 2017 nicht mehr als arbeitsfreie Tage.

Mit der Erhöhung der Unterrichts- bzw. Arbeitszeit tragen das Personal der Schulen und der kantonalen Verwaltung Einsparungen von jährlich 20 Millionen Franken bei.

pd/chg