KANTON LUZERN: Initiative zur Naturheilkunde kommt vors Volk

Der Luzerner Kantonsrat lehnt die Initiative «Ja zur Luzerner Naturheilkunde» ab. Dem Volk wird jedoch ein Gegenvorschlag unterbreitet.

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Impression aus dem Luzerner Kantonsratssaal. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Impression aus dem Luzerner Kantonsratssaal. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Parlament hat die Inititative am Montag mit 90 zu 22 Stimmen abgelehnt. Der Gegenvorschlag der Regierung wurde hingegen mit 59 zu 39 Stimmen angenommen.

Die Initiative verlangt eine staatliche Berufsausübungsbewilligung für Naturheilpraktiker der  Traditionellen Europäischen Naturheilkunde, der Homöopathie und der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die drei Berufsgruppen sollen zudem eine Privatapotheke führen dürfen.

Die Ratsmehrheit will jedoch keine kantonale Anerkennung einführen, sondern auf eidgenössisch anerkannte Diplome warten. Bis diese jedoch eingeführt werden, soll der Kanton zumindest zwei öffentliche Register führen: eines mit den Namen aller Naturheilpraktiker, die im privaten Qualitätslabel, dem Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) registriert sind. Und ein zweites mit mit allen anderen Heilpraktikern. 

Da dies den Initianten zu wenig weit geht, halten sie an ihrer Initiative fest, wie Katharine Meile /Grüne) in der Debatte zu verstehen gab. Damit dürfte es zur Volksabstimmung kommen.

bac.