KANTON LUZERN: Islam als Landeskirche: Volk soll entscheiden

Ein Gesetz soll es den Luzerner Muslimen ermöglichen, öffentlich-rechtlichen Status zu erlangen. Jetzt beginnt die politische Diskussion.

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Vehbija Efendic, Präsident der Islamischen Gemeinschaft Luzern, in der Moschee in Emmenbrücke. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vehbija Efendic, Präsident der Islamischen Gemeinschaft Luzern, in der Moschee in Emmenbrücke. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Islamische Gemeinschaft Luzern als vierte Landeskirche – bis 2011 erarbeitet die Luzerner Regierung nun einen Gesetzesentwurf, der diese öffentlich-rechtliche Anerkennung ermöglichen soll. Bei den Parteien, die über dieses Gesetz im Parlament zu bestimmen haben, provoziert diese von unserer Zeitung am Freitag publizierte Neuigkeit sehr gemischte Reaktionen. Klar scheint derzeit: Wird dieses Gesetz vom Kantonsrat dereinst verabschiedet, soll das Luzerner Stimmvolk das letzte Wort haben.

CVP: «Schritt nicht zwingend»
Bei der SVP hegt man Zweifel, ob die Islamische Gemeinschaft die Kriterien für eine offizielle Anerkennung erfüllen würde. «Wir werden dafür sorgen, dass das Stimmvolk darüber entscheiden kann. Religion ist eine private Angelegenheit», sagt Fraktionschef Guido Müller. Die Grünen hingegen berufen sich auf die Verfassung: «Die Anerkennung nur für einzelne Religionsgemeinschaften zuzulassen, käme einer Diskriminierung gleich», so Fraktionschef Nino Froelicher. Die CVP gibt sich zurückhaltend. Parteipräsident Martin Schwegler: «Wir sind nicht gegen eine Anerkennung, wir sehen diesen Schritt aber auch nicht als zwingend.»

slu.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.