KANTON LUZERN: Kaum einer gibt seine Armeewaffe ab

Im Kanton Luzern besitzen rund 14'000 Wehrmänner eine Waffe. Aber nur ge­rade elf Armeewaffen sind eingelagert. Trotzdem wird der Lagerraum ausgebaut.

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Erwin Amrein von der Retablierungsstelle des Kantons Luzern zeigt die wenigen Armeewaffen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Erwin Amrein von der Retablierungsstelle des Kantons Luzern zeigt die wenigen Armeewaffen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Seit Anfang Jahr können Wehrpflichtige ihre Waffe an der Retablierungsstelle in Luzern abgeben – aber fast niemand macht davon Gebrauch: 9 Sturmgewehre und zwei Pistolen sind eingelagert. Die Logistikbasis der Armee hatte den Kantonen empfohlen, sich darauf vorzubereiten, dass rund 3 Prozent (420) der 14'000 Wehrpflichtigen im Kanton Luzern ihre Waffe hinterlegen.

«Wir rechnen damit, dass das Interesse an der Abgabe zunimmt, etwa mit der Waffeninitiative der SP», sagt Alexander Lieb, stellvertretender Departementssekretär der Justiz- und Sicherheitsdepartementes. Diese fordert eine obligatorische Abgabe. Deshalb ist geplant, einen bestehenden Raum umzubauen. Wieviel Platz dieser Raum bietet und wann er gebaut werden soll, ist laut Lieb noch unklar.

Luzia Mattmann

HINWEIS
Waffenabgabe/Zwischenlagerung: Retablierungsstelle, Murmattweg 4, Luzern: Dienstag bis Donnerstag, 8 bis 11.15 Uhr und 13.15 bis 17 Uhr; Freitag 8 bis 11.15 Uhr.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.