KANTON LUZERN: Krebsregister kommt der Umsetzung näher

Die Gesundheitskommission empfiehlt dem Luzerner Kantonsrat, ein Zentralschweizer Krebsregister zu ermöglichen. Auch ein Modellversuch mit E-Health soll möglich werden.

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(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Die Kommission für Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit (GASK) empfiehlt dem Luzerner Kantonsrat einstimmig (bei einer Enthaltung), der geplanten Änderung des Gesundheitsgesetzes zuzustimmen.

Laut einer Mitteilung der GASK würde mit dieser Änderung die gesetzliche Grundlage geschaffen, um ein Zentralschweizer Krebsregister zu errichten und zusammen mit freiwilligen Teilnehmern die Nutzung der Versichertenkarte als elektronisches Patientendossier zu testen.

Patienten müssen Daten nicht freigeben
Mit dem Krebsregister sollen zum Beispiel die Häufigkeit von Krebserkrankungen und Todesfällen erfasst werden können, regionale, nationale und internationale Vergleiche ermöglicht und Grundlagen für die Vorbeugung und Früherkennung geschaffen werden.

Die GASK begrüsst laut Mitteilung dieses Vorhaben und ist überzeugt, dass der Schutz der Registerdaten gegen unbefugten Zugriff gewährleistet ist. Ebenso befürwortet die Kommission, dass Patienten sich weigern können, ihre Daten freizugeben.

Januarsession für erste Beratung
Der zweite Teil der Vorlage sieht eine Änderung des Gesundheitsgesetzes vor, um Modellversuche für elektronische Gesundheitsdienste mit freiwilligen Teilnehmern zu ermöglichen. Laut GASK wolle die vom Bundesrat verabschiedete «Strategie E-Health Schweiz» damit die elektronische Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen fördern. So könne zum Beispiel die Administration vereinfacht werden.

Ausserdem können alle Versicherten ab 1. Januar 2010 auf ihrer Versichertenkarte persönlich relevante medizinische Daten von behandelnden ärztlichen Personen abspeichern lassen.

Die erste Beratung der Vorlage ist für die Januarsession 2010 des Kantonsrates vorgesehen.

ana