KANTON LUZERN: Krise rüttelt noch nicht an den Lehrstellen

Die Lehrstellensituation im Kanton Luzern präsentiert sich weiterhin stabil. Die Rezession macht sich auf dem Lehrstellenmarkt bisher nur wenig bemerkbar.

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Metzger - im Bild Werner Ehrler aus Kriens - haben es schwer, Lehrlinge zu finden. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Metzger - im Bild Werner Ehrler aus Kriens - haben es schwer, Lehrlinge zu finden. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Diesen Sommer werden rund 3900 Schüler die Volksschule verlassen. Bis Ende August wird im Kanton Luzern – ähnlich wie im letzten Jahr - mit rund 4200 Lehrverträgen gerechnet, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern. Damit sei die Lehrstellensituation weiterhin stabil.

«Die Luzerner Lehrbetriebe nehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahr und bieten nicht weniger Ausbildungsplätze an als im letzten Jahr», heisst es in der Mitteilung wörtlich.

Mit schulischen Defiziten wirds schwer
Natürlich entspreche das verfügbare Lehrstellenangebot nicht immer der Nachfrage. Trendberufe wie zum Beispiel Floristin oder Multimedia-Elektroniker sind sehr gesucht, andere Berufe (zum Beispiel Metzger) müssen sich sehr um Lehrlinge bemühen. Eher schwierig bleibe die Lehrstellensuche für Jugendliche, welche grosse schulische Defizite oder ein ungenügendes Sozialverhalten aufweisen, schreibt die Staatskanzlei.

Im April wurden erstmals alle Jugendlichen erfasst, die bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Anschlusslösung gefunden hatten, heisst es weiter. Fachleute haben für diese rund 900 Jugendlichen die nächsten Schritte festgelegt: die einen werden auf ihrer Lehrstellensuche durch einen Mentor begleitet, andere zum Beispiel müssen sich nochmals mit der Berufswahl auseinandersetzen.

Attest-Lehren werden erst im Sommer besetzt
Bei niederschwelligen Berufen und bei den Attest-Lehren werden laut Staatskanzlei die meisten Plätze erst im Laufe des Sommers besetzt. Zudem sollen in diesem Sommer rund 500 Brückenangebotsplätze zur Verfügung stehen.

Jugendliche, die ihre Lehre beenden, werden diesen Sommer mehr Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt haben. Besonders in den Dienstleistungsberufen sind die angebotenen Stellen rar.

ana