Kanton Luzern
Leerwohnungsziffer fällt unter 1,5 Prozent – kommt jetzt die Formularpflicht?

Die Wohnungen im Kanton Luzern werden knapper. Laut einer vor einem Jahr angenommenen Initiative müssten Vermieter jetzt eigentlich offenlegen, wie viel Geld sie vom Vormieter verlangt haben.

Dominik Weingartner
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Die Leerwohnungsziffer im Kanton Luzern beträgt nur noch 1,23 Prozent. Das gab die kantonale Statistikbehörde Lustat diese Woche bekannt. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 1,5 Prozent. Besonders wenig leerstehende Wohnungen gibt es in der Agglomeration Luzern, in der Region Sursee/Sempachersee sowie im Seetal. In diesen Gebieten beträgt die Leerwohnungsziffer weniger als 1 Prozent.

Für den Luzerner Mieterverband ist angesichts dieser Lage klar, dass nun die Formularpflicht eingeführt werden muss. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr nahmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger äusserst knapp eine Initiative des Verbandes an, welche transparente Vormieten verlangt, sollte die Leerwohnungsziffer unter 1,5 Prozent fallen. «Der Regierungsrat hatte jetzt ein Jahr lang Zeit, sich über die Umsetzung unserer Initiative Gedanken zu machen», lässt sich Präsident Mario Stübi in einer Mitteilung zitieren.

Regierungsrat entscheidet demnächst

Laut Initiativtext müsste die Formularpflicht jeweils per 1. November eingeführt werden. Ob das in diesem Jahr passieren wird, lässt Erwin Rast, Kommunikationschef des zuständigen Justiz- und Sicherheitsdepartements, offen. Er sagt nur: «Der Regierungsrat wird in seiner nächsten Sitzung die konkrete Ausgestaltung, den Geltungsbereich und die Fristen beraten. Danach erfolgt eine Kommunikation sowie die Publikation im Kantonsblatt.»

Die tiefe Leerwohnungsziffer steht konträr zu den Prognosen des Luzerner Hauseigentümerverbandes, der die Initiative bekämpft hat. Präsident Armin Hartmann sagte vor einem Jahr, dass die Leerwohnungsziffer weiter ansteigen werde und die Initiative darum unnötig sei.

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