KANTON LUZERN: Lehrer fordern bessere Berufsbedingungen

Hohe Belastung und vergleichsweise tiefer Lohn - der Lehrerberuf wird zusehends unattraktiver. Nun fordern die Lehrpersonen des Kantons Luzern, dass ihr Beruf aufgewertet werden muss.

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Lehrerinnen und Lehrer unterschreiben die Forderungen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Lehrerinnen und Lehrer unterschreiben die Forderungen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

1200 Lehrpersonen nahmen am Mittwoch an der Tagung des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbands (LLV) in Sursee teil - so viele wie noch nie. Dabei wurde besprochen, dass die Situation der Lehrer von Jahr zu Jahr schlechter werde. Die Berufsanforderungen steigen und bringen die Lehrer an ihre Belastungsgrenze. Zudem verdienen Lehrer im Vergleich zu ähnlichen Berufen viel zu wenig.

Gemeinde sollen Basisstufe einführen können
Aus diesen Gründen sei es nicht erstaunlich, dass es in der ganzen Schweiz zu wenig Lehrpersonen gibt. Um die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern, stellt der LLV folgende Forderungen:

  • Lehrer sollen im Kanton Luzern mehr verdienen, damit nicht noch mehr Lehrpersonen abwandern.
  • Die Löhne sollen der Privatwirtschaft angepasst und somit erhöht werden.
  • Lehrpersonen sollen zwei Lektionen Kompensation für den Mehraufwand in den Bereichen individualisierter Unterricht, integrative Förderung, Elterngespräche, Koordinationsaufgaben etc. erhalten.
  • Gemeinden sollen die Freiheit erhalten, die Basisstufe einführen zu können.

Die Forderungen wurden von den 1200 anwesenden Lehrpersonen unterschrieben, wie der LLV in einer Medienmitteilung schreibt.

pd/das