KANTON LUZERN: Luzerner Landwirte sind im Internet top

Die jährliche Erhebung von Betriebsdaten erfolgt im Kanton Luzern heute ausschliesslich über das Internet. Dies ist schweizeweit einmalig.

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Ein Landwirt in Merlischachen bei der Arbeit. (Symbolbild Markus Forte/Neue LZ)

Ein Landwirt in Merlischachen bei der Arbeit. (Symbolbild Markus Forte/Neue LZ)

Im Kanton Luzern ist der administrative Aufwand in der Landwirtschaft stark abgebaut worden. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern heisst, konnte die Anzahl Kontrollen innerhalb von vier Jahren mehr als halbiert werden.

Heute erfolge die jährliche Datenerhebung nur noch über das Internet. 2004 startete das Projekt und innert kurzer Zeit konnten die Ziele erreicht und zum Teil sogar übertroffen worden, wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) mitteilt.

Seit 2005 steht den Luzerner Landwirten für die jährliche Betriebsdatenerhebung ein Internetportal zur Verfügung. Die Luzerner Landwirte zeigten sich gegenüber den modernen Kommunikationsmitteln sehr aufgeschlossen und bereits 2007 haben alle 5200 Landwirte im Kanton Luzern die Tier- und Flächenzahlen über das Internetportal erfasst. Dieser Erfolg der Datenerhebung in der Landwirtschaft via Internet sei schweizweit einmalig, heisst es in der Mitteilung.

Betriebe nach Risikoklassen sortiert und kontrolliert
Im Kanton Luzern sind noch vor einigen Jahren zwischen 85 und 90 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe jährlich kontrolliert worden, schreibt die Staatskanzlei weiter. In einem Pilotprojekt mit dem Bundesamt für Landwirtschaft wurde im Kanton Luzern 2006 die Bonitätsbeurteilung für Landwirtschaftsbetriebe eingeführt. Die Betriebe werden in vier Risikoklassen eingeteilt, je nach Klasse wird der sogenannte Ökologische Leistungsnachweis, welcher wichtig für den Bezug von Direktzahlungen sei, jährlich oder nur noch alle vier Jahre kontrolliert.

2008 seien aufgrund dieser Bonitätsbeurteilung noch rund 40 Prozent der direktzahlungsberechtigten Betriebe kontrolliert worden. Rund zehn Prozent aller Betriebe würden auf eigenen Wunsch jährlich kontrolliert.

ana