Kanton Luzern macht Stichproben

Der Kanton Luzern weiss nicht genau, wie viele Hundehalter den obligatorischen Kurs bereits besucht haben. Der Bereichsleiter Tierschutz beim Veterinärdiens gibt aber Entwarnung.

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Kursleiterin Angelina Schaffner belohnt den Hund von Berta Vonarburg. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Kursleiterin Angelina Schaffner belohnt den Hund von Berta Vonarburg. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Trotz Gesetz: Nicht jeder neue Hundehalter besucht mit seinem Vierbeiner einen Theorie- und einen Praxiskurs. Das Bundesamt für Veterinärwesen schätzt, dass bis Ende 2010 rund 40 Prozent aller neuen Hundebesitzer die obligatorischen Kurse besucht haben. Gesetzlich vorgeschriebene Kontrollen durch die Kantone oder Gemeinden gibt es nicht.

«Im Kanton Luzern gibt es rund 20'000 Hunde. Von denen sind schätzungsweise erst rund 4000 nachweispflichtig. Nämlich jene, die nach dem 1. September 2008 gekauft wurden», erklärt Thomas Kalbermatter, Bereichsleiter Tierschutz beim Veterinärdienst des Kantons Luzern, Und da sich die Halter nach dem Kauf eines Hundes für den Praxiskurs ein Jahr Zeit lassen können, sei die Zahl der Halter, die bis jetzt den sogenannten Sachkundenachweis erbringen müssen, noch kleiner.

300 Hundebisse pro Jahr

Der Veterinärdienst des Kantons Luzern kontrolliere jährlich rund 500 Hunde; davon 300 wegen Meldungen über Bisse und 200 wegen Verdachts auf unzureichende Tierhaltung. «Bei diesen 500 Kontrollen verlangen wir auch den Sachkundeausweis. Tatsächlich haben die meisten Halter die Kurse bereits absolviert», sagt Kalbermatter. Die Zahl der gemeldeten Hundebisse sei in den letzten Jahren stabil geblieben.

Alexander von Däniken

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