KANTON LUZERN: Masern: Kantonsärztin warnt die Eltern

Luzern hat landesweit die meisten Masernfälle. Jetzt rät die Kantonsärztin, alle Kinder gegen die Krankheit zu impfen.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

(Karikatur Jals/Neue LZ)

Derzeit grassiert die Kinderkrankheit in der Region Luzern: Gemäss Kantonsärztin Annalis Marty sind die Schulen Geissen­stein, Wartegg, Maihof, Biregg und Alpenquai in der Stadt sowie die Schule Obernau in Kriens betroffen. Insgesamt 19 Masernfälle, meistens Kinder, sind seit Ende September den Kantonsärztlichen Diensten gemeldet worden.

Schriftliche Empfehlung
Nun hat die Kantonsärztin alle Eltern, deren Kinder eine dieser Schulen besuchen, per Brief vor dem Masernausbruch gewarnt. Im Brief empfiehlt sie: «Ist Ihr Kind nicht gegen Masern geimpft, empfehlen wir so schnell wie möglich eine Impfung durchzuführen»

Es gibt auch Impfskeptiker
Es gibt indes auch Fachleute, die von einer Impfung abraten. Peter Mattmann, Allgemeinpraktiker und Homöopath in Kriens, sagt: «Ich empfehle den Eltern, ihre Kinder die Masern durchmachen zu lassen.» Dies biete den Vorteil, dass diese Kinder danach lebenslang immun seien gegen die Krankheit, was nach einer Impfung nicht der Fall sei. Mattmann sagt, er habe in seiner dreissigjährigen Praxis oft masernkranke Kinder behandelt, wobei es praktisch nie Komplikationen gegeben habe.

Martin Messmer

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.