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KANTON LUZERN: Nach zwölf Jahren steigen die Schülerzahlen wieder

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren gibt es an den obligatorischen Schulen im Kanton Luzern wieder mehr Schulkinder. Die Luzerner Statistiker rechnen, dass der Anstieg weiter geht.
Im Sommer 2014 treten prozentual mehr Mädchen in die Kantonsschulen und auf das Sekundar-Niveau A über als Knaben. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Im Sommer 2014 treten prozentual mehr Mädchen in die Kantonsschulen und auf das Sekundar-Niveau A über als Knaben. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Rund 42'580 Kinder und Jugendliche besuchen im laufenden Schuljahr eine obligatorische Schule im Kanton Luzern, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt. Dies sind rund 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme ist zwar klein, aber sie bedeutet eine Trendwende: Erstmals seit zwölf Jahren geht es wieder aufwärts mit den Schülerzahlen. Seit dem Schuljahr 2004/05 waren die Schülerzahlen jährlich um 0,4 bis 2,2 Prozent zurückgegangen.

Der Anstieg soll gemäss den Erwartungen von Lustat weitergehen. Bis ins Jahr 2030 rechnen die Statistiker mit rund 50'300 Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse der Bildungsszenarien zeigen: Die Anzahl Kinder auf der Kindergartenstufe wird weiter zunehmen und voraussichtlich im Jahr 2024 mit 7'100 Kindergartenkindern ihren Höhepunkt erreichen wird. Danach werden gemäss den Szenarien auf der untersten Schulstufe die Zahlen wieder sinken. Zeitlich versetzt findet in den nachfolgenden Schulstufen dieselbe Entwicklung statt.

Basisstufen-Modell ist auf dem Vormarsch

Die unterste Schulstufe – den Kindergarten – besuchen im aktuellen Schuljahr 5'793 Kinder, das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wachsen die Bestände im Kindergarten weiter, wenn auch weniger stark als im Vorjahr (+6,3%). Seit dem Schuljahr 2008/09 hat die Zahl der Kindergartenkinder im Kanton Luzern um rund einen Viertel zugenommen. Nebst der demografischen Entwicklung trägt auch das erweiterte Angebot zur Zunahme bei: Ab dem Schuljahr 2016/17 sind die Luzerner Gemeinden verpflichtet, den zweijährigen Kindergarten – oder alternativ dazu die Basisstufe – anzubieten. Auf den Termin dieses Obligatoriums hin haben mehrere Gemeinden ihr Schulangebot bereits in den letzten Jahren erweitert.

Im Schuljahr 2015/16 besuchen 1'306 Mädchen und Knaben eine Klasse im Modell der Basisstufe, 599 davon auf der Kindergarten- und 707 auf der Primarstufe. Insgesamt werden rund 15 Prozent mehr Kinder in der Basisstufe unterrichtet als im Vorjahr. Weitere 22'683 Kinder folgen dem Unterricht auf der Primarstufe, gegenüber dem Vorjahr sind dies 1,4 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler.

Weniger Sekschüler

11'963 Jugendliche absolvieren aktuell ihre letzten drei obligatorischen Schuljahre (Sekundarstufe I) im Kanton Luzern. Dies sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es 18 Prozent weniger Schüler an der Sekundarstufe I. 44 Prozent besuchen den Unterricht in einer Sekundarschule im Niveau A oder B, 23 Prozent im Niveau C, 15 Prozent in einer integrierten Sekundarschule und 19 Prozent an einem der neun Gymnasien im Kanton Luzern.

pd/cv

Lehrerberuf ist in Frauenhand

Im laufenden Schuljahr unterrichten an den obligatorischen Schulen des Kantons Luzern 4'836 Lehrpersonen (ohne Gymnasial- und Förderlehrpersonen, ohne sonderpädagogisches Personal). Knapp vier von fünf sind Lehrerinnen. Insgesamt teilen sich die Lehrpersonen 3'038 Vollzeitstellen.

18,3 Prozent der Lehrpersonen sind jünger als 30 Jahre, demgegenüber beträgt der Anteil der Über-54-jährigen 19,3 Prozent. Bei den Frauen ist nicht nur der Anteil der älteren Lehrkräfte kleiner (16,1%) als bei den Männern (31,1%); es rücken auch mehr junge Lehrerinnen nach: 20,5 Prozent der weiblichen Lehrerschaft sind jünger als 30 Jahre; der entsprechende Anteil ist bei den männlichen Lehrpersonen nicht halb so gross (10,1%). Das Ungleichgewicht der Geschlechter dürfte damit in den nächsten Jahren weiterhin wachsen.

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