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KANTON LUZERN: Neue Lehre bietet Gastronomie mit System

Für Tausende begann in den letzten Wochen die Lehre. So auch für Kevin Nrejaj. Seine Lehre gab es bisher noch gar nicht.
Kevin Nrejaj macht eine Lehre als Systhemgastronomiefachmann bei im Marché Restaurant der Mövenpick Gruppe auf der Raststätte in Neuenkirch. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Kevin Nrejaj macht eine Lehre als Systhemgastronomiefachmann bei im Marché Restaurant der Mövenpick Gruppe auf der Raststätte in Neuenkirch. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Fragende Gesichter sind die Regel, wenn Kevin Nrejaj von seiner Lehre erzählt. Denn der 15-Jährige aus Nebikon macht eine berufliche Ausbildung, die es im Kanton Luzern erst seit diesem Sommer gibt: die Lehre zum Systemgastronomiefachmann. Nun hat er die dreijährige Ausbildung im Marché-Restaurant an der Autobahnraststätte Neuenkirch West begonnen.

«Sehr viel Abwechslung»

Obwohl er erst seit kurzem im Betrieb ist, kümmert sich Kevin Nrejaj bereits selbstständig um das Salatbuffet. Dass ihm sämtliche Gäste bei der Arbeit zuschauen können, scheint den 15-Jährigen nicht zu stören. Konzentriert schneidet er Stangensellerie und Nektarinen in kleine Stücke. Selbst ein kleines Malheur – ein blutender Finger – bringt ihn nicht aus der Ruhe. Gerade um die Mittagszeit werde es manchmal schon stressig, weil er beim Schneiden noch nicht so schnell sei, erzählt er, «aber Speisen frisch zuzubereiten, macht mir Spass». Zu Hause bekoche er hie und da seine Eltern. In den nächsten Monaten wird der Lehrling nicht nur am Salat-, sondern auch am warmen Buffet und in der Patisserie-Abteilung zum Einsatz kommen, später dann auch im Service und in der Administration. «Dieser Beruf bietet sehr viel Abwechslung und verbindet gastronomische und kaufmännische Aufgaben, das hat mich gereizt», sagt Kevin Nrejaj.

Vater besitzt Restaurant in Kroatien

Bis vor den Sommerferien hat Nrejaj in Nebikon die Schulbank gedrückt. Er besuchte dort die Sekundarschule Niveau B. Dennoch hat er schon vor Lehrbeginn erste Erfahrungen in einem Gastronomiebetrieb gesammelt. «Mein Vater besitzt in Kroatien ein Restaurant», erzählt er. «Wenn wir dort in den Ferien waren, habe ich jeweils im Restaurant ausgeholfen.» Beruflich hatte Kevin Nrejaj aber ursprünglich ein anderes Ziel: «Ich wollte eine kaufmännische Ausbildung machen. Beim Schnuppern habe ich aber gemerkt, dass ein reiner Bürojob nicht das Richtige für mich ist.» Zufällig habe seine Lehrerin dann an der Raststätte Neuenkirch die Ausschreibung für die Lehrstelle entdeckt und ihn ermutigt, sich dort zu bewerben. Nach der zweiwöchigen Schnupperzeit wusste Kevin: Das ist es.

Fremdsprachen erwünscht

Der 15-Jährige ist der jüngste der insgesamt drei Lehrlinge in den Marché-Restaurants Neuenkirch West und Ost. «Für sein Alter ist er sehr vif und kommunikativ», lobt seine Chefin Helene Jäger. «Er macht das toll und passt gut in unser Team.» Da an einer Autobahnraststätte viele ausländische Touristen vorbeikämen, seien auch Fremdsprachen erwünscht. «Mit Englisch habe ich gar kein Problem, das macht mir Spass», sagt Kevin Nrejaj, «nur mit dem Französisch tue ich mich noch ein bisschen schwer.»

Mirjam Weiss

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